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F: Plutonium-Transport quer durch Frankreich

Begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot hat am Donnerstag der Transport einer Ladung waffenfähigen Plutoniums quer durch Frankreich begonnen. Das Material stammt aus abgerüsteten US-Raketen und soll weiterverarbeitet werden.

Das aus den USA stammende Material wurde in der nordfranzösischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague für einen Landtransport verladen und startete am Morgen von dort in Richtung Cadarache im Süden Frankreichs. In der dortigen Anlage sollen die 140 Kilogramm Plutonium wiederaufbereitet werden. Die Ladung war am Mittwoch begleitet vom Protest der Atomkraftgegner in Cherbourg eingetroffen.

Die US-Streitkräfte sind durch die Start-I- und Start-II-Abkommen mit Russland verpflichtet, einen Teil ihres waffenfähigen Plutoniums zu entsorgen. Das staatliche französische Atomunternehmen Cogema verfügt über eine Technologie, mit der waffenfähiges Plutonium zu atomaren Mischoxid-Brennelementen (MOX) weiterverarbeitet werden kann. In den USA gibt es bislang keine Anlage für die MOX-Produktion.

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