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F: Nobelpreisträger Claude Simon ist tot

Der französischer Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger des Jahres 1985, Claude Simon, ist tot. Wie sein Verlag Editions de Minuit am Samstag mitteilte, starb er am Mittwoch im Alter von 91 Jahren in Paris.

Der in Antananarivo auf Madagaskar geborene Simon zählte neben Alain Robbe-Grillet und Nathalie Sarraute zu den bedeutendsten Vertretern des Nouveau Roman. Zu seinen Werken zählen „Das Gras“, „Die Straße in Flandern“ und „Die Akazie“.

Das Begräbnis des Schriftstellers, der am 10. Oktober 1913 auf Madagaskar geboren wurde, fand bereits am Samstag statt, teilte der Verlag Editions de Minuit weiters mit. Claude Simon hat über 20 Romane verfasst, die zur Weltliteratur gehören und in viele Sprachen übersetzt wurden. 1985 wurde er mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.

In seinem bekanntesten Buch „Die Straße in Flandern“ (1960) schlugen sich Schlüssel-Erlebnisse während des Zweiten Weltkriegs nieder, in dem er knapp dem Tod entging. Simon, der sich unter anderem mit mit „Das Seil“, „Der Wind“, „Der Palast“, „Das Haar der Berenike“ und „Die Akazie“ einen Namen machte, hatte eigentlich Maler werden wollen, zu schreiben begann er nach dem Zweiten Weltkrieg. Als sein Hauptwerk gilt „Histoire“ (1967), die Beschreibung eines ganz gewöhnlichen Tages eines jungen Mannes.

Dass der Autor auch ein herausragendes fotografisches Werk schuf, das er allerdings selbst nicht ernst nahm, enthüllten erst 1993 Ausstellungen und Veröffentlichungen.

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