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F: Erstmals Virus H5N1 in EU-Zuchtbetrieb

Wie das französische Landwirtschaftsministerium in der Nacht zum Samstag in Paris mitteilte, wurde bei den Puten das auch für den Menschen gefährliche Virus bestätigt.

Am Donnerstag waren in dem Betrieb in Versailleux im Département Ain nördlich von Lyon etwa 400 tote Tiere gefunden worden.

Wegen Vogelgrippeverdachts wurden alle 11.000 Puten des Betriebes vorsorglich getötet. Versailleux liegt direkt neben dem Fundort der ersten Wildente, die in Frankreich als Träger des Vogelgrippevirus H5N1 identifiziert wurde. Frankreich verfügt über Europas größte Geflügelindustrie.

Die Europäische Union sagt der Vogelgrippe am Freitag den Kampf an. Bei einem informellen Treffen am Freitag in der Wiener Hofburg beschlossen die Gesundheitsminister der 25 EU-Mitgliedstaaten sowie Vertreter von Gesundheitsorganisationen, in Hinkunft „mit einer Stimme“ zu sprechen. „Es besteht kein Grund zur Panik – aber wir müssen alle denkbaren Vorkehrungen treffen, damit sich die Geflügelpest nicht ausbreitet“, brachte es EU-Kommissar Marcos Kyprianou auf den Punkt.

Bereits vor Beginn der Arbeitsgespräche hob Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (V) das „entschlossene gemeinsame Handeln der Behörden“ innerhalb der EU hervor, lobte die gute Zusammenarbeit und bekräftigte, dass noch in keinem der 25 Mitgliedstaaten ein Verdachtsfall bei Hausgeflügel aufgetreten sei. „Geflügelprodukte sind deshalb mit Sicherheit völlig ungefährlich.“

„Alert not Alarm“, betonte der EU-Kommissar zu Beginn seines Statements. Europa dürfe jetzt nicht überreagieren, selbst wenn es zu Fällen von Ansteckungen mit dem gefährlichen H5N1-Virus auf Geflügelfarmen kommen sollte. „Die Vorkommnisse in der Türkei waren eine Tragödie, aber gleichzeitig auch eine Gelegenheit Daten und Erfahrungen zu sammeln“, so Kyprianou, der sich über die Entwicklung in Afrika besorgt zeigte: „Die EU kann sich allein nicht gegen das Virus schützen“, bekräftigte der Politiker, dass die Bekämpfung der Vogelgrippe ein internationales Anliegen sein müsse.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus den Gesprächen am Freitag kommunizierte Rauch-Kallat: „Wir brauchen eine offensive transparente Informations-Politik – vor allem für Risikogruppen wie Kinder, Senioren, Ärzte, Tierzüchter und Reisende.“ Deshalb sei es wichtig, dass innerhalb der EU eine „Common Language“ entwickelt werde, um die Bürger so klar und rasch wie möglich zu informieren. Auf Vorschlag Griechenlands soll eine EU-weite Medienkampagne gestartet werden.

Die aktuellen H5N1-Fälle bei Wild- und Wasservögeln, aber auch bei Geflügel innerhalb der EU stelle derzeit „ein geringes aber nicht zu unterschätzendes Risiko für die Bevölkerung dar“, kamen die Delegierten zum Schluss. Die weitere Entwicklung de

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