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EZB erhöht Zinsen erstmals seit Beginn der Finanzkrise

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat erstmals seit Beginn der Finanzkrise die Zinsen erhöht. Im Kampf gegen die anziehende Inflation hob der EZB-Rat am Donnerstag den Schlüsselzins um einen Viertel Prozentpunkt auf 1,25 Prozent an. Damit wagt die EZB die geldpolitische Wende, nachdem sie den Zielsatz für Zentralbankgeld seit Mai 2009 auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent belassen hatte.
Die EZB will mit dem Zinsschritt Inflationsgefahren bekämpfen. Vor allem wegen immer teurerer Nahrungsmittel und Energie war die Inflation im Euroraum zuletzt auf 2,6 Prozent geklettert. Damit liegt sie über dem von der EZB formulierten Stabilitätsziel von knapp zwei Prozent.

Der wichtigste Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld war in der Wirtschafts- und Finanzkrise im Mai 2009 auf das Rekordtief von 1,0 Prozent gesenkt worden. Die letzte Leitzinsanhebung gab es am 3. Juli 2008. Damals hob die EZB den Leitzins von 4,0 Prozent auf 4,25 Prozent an. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet wird die jüngste Zinsentscheidung ab 14.30 Uhr erläutern.

Zinserhöhung – Für Leitl “falsches Medikament”

Die Zinserhöhung der EZB ist für Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl“das falsche Medikament”. Das sei “wie Penizillin gegen Kopfweh”. Eine Zinserhöhung wäre aus seiner Sicht bei einer Überhitzung einzusetzen. Die aktuelle Inflation sei aber nur aus importierten höheren Energie- und Rohstoffpreisen entstanden.

“Es wundert mich, dass die Inflation als Grund genannt wird”, so Leitl. Er habe “Angst, dass die EZB das Instrument falsch anwendet”. Auch Zweitrundeneffekte, also steigende Preise aufgrund steigender Inflationserwartungen, sieht der Wirtschaftskammerpräsident nicht. Leitl verweist auf das erwartete starke Wirtschaftswachstum über zwei Prozent.

Die Auswirkung auf die Wirtschaft werde “eher psychologisch” sein, weil nun von einer “Zinswende” und dem Ende des billigen Geldes die Rede sei. (APA)

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