Exzellenz statt Mittelmaß: Land Vorarlberg und IV geben Richtung vor

Dornbirn -  Nicht nur gut, sondern exzellent, so sollte Vorarlberg aus Sicht der Industriellenvereinigung werden. Vier Monate nach der Präsentation ihrer Strategie hat man sich mit dem Land Vorarlberg auf vier Handlungsfelder geeinigt. Gerade die Raumplanung dürfte hier noch Zündstoff bringen.

Der Wirtschaftsstandort Vorarlberg soll es auch künftig mit den Topregionen Europas aufnehmen können, das ist das Ziel der im Jänner vorstellten Strategie des Präsidenten der Industriellenvereinigung Martin Ohneberg. Nun hat man sich mit dem Land Vorarlberg auf vier große Handlungsfelder geeinigt: Infrastruktur und Raumplanung, Innovation und Bildung, eine Marke Vorarlberg sowie die Etablierung von grenzüberschreitenden Benchmarks und Kooperationen.

Künftig wird man höher bauen

Konfliktpotential birgt dabei vor allem der erste Punkt, die Stichwörter sind Baugrund und Urbanisierung. Wenn es nach der Industriellenvereinigung geht, würde sich das Land und Kommunen Vorkaufsrechte auf wirtschaftlich interessante Grundstücke sichern und diese der Industrie zu einem günstigen Preis zur Verfügung stellen. Landeshauptmann Markus Wallner lässt bei der Bauwidmung Zugeständnisse durchblicken. So werde man künftig vor allem höher bauen dürfen, ein erster Schritt in diese Richtung sei die neue Doppelmayr-Zentrale in Wolfurt.

Diskussionspunkt Landesgrünzone

Den Nutzland ist vor allem im unteren Rheintal knapp. Hier leben auf 18 Prozent der Landesfläche gut 80 Prozent der Einwohner. Auch mit Blick auf die zentral gelegenen Landesgrünzone lässt Ohneberg den ein oder anderen Umwidmungswunsch durchblicken. Wallner betont zwar die Bedeutung dieser grünen Lunge mitten im Rheintal für Vorarlberg, aber auch den Bedarf nach einer gut durchplanten Raumnutzung.

Millioneninvestitionen in Infrastruktur

Bei den anderen Themen ist man sich einiger. Bei der Infrastruktur verweist Wallner auf die bereits vereinbarten Investitionen der ÖBB in das Schienennetz und den Güterbahnhof Wolfurt (Umfang: 340 Millionen Euro) sowie die Planungen für das Nachfolgeprojekt der S18. Hinzu kommen Bemühungen zur Deregulierung, der Kraftwerksbau Obervermunt II und der Ausbau des Breitbandinternets, alles bereits laufende Projekte.

Round Table und Vergleichsstudien

Hinzu kommen zusätzliche Mittel für die Fachhochschule Vorarlberg, die Stiftungsprofessur am Institut für Textilchemie und Textilphysik in Dornbirn und bereits angelaufene Kooperations- und Transferprogramme in Bildung und Forschung. Der nächste große Schritt steht mit Ende Juni an. Dann will die Industriellenvereinigung ein Benchmarksystem präsentieren, um den Vergleich mit angrenzenden internationalen Spitzenregionen zu ermöglichen. Auch ein “Round Table” Vorarlberger Spitzenbetriebe ist geplant, der erste zum Thema “Sport und Livestyle”.

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