"Extrem ungute Rolle"

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PR-Fachmann und WKV-Fachgruppeobmann Martin Dechant kritisiert die Kommunikationspolitik der Bundesregierung im "Vorarlberg LIVE"-Gespräch scharf.

Der Dornbirner Kommunikationsfachmann Martin Dechant konnte bei "Vorarlberg LIVE" gleich zu zwei Themen kompetent Auskunft geben. Zuvorderst stand beim Interview mit Marc Springer das Kommunikationsverhalten der Bundesregierung im Mittelpunkt, bevor er auch als Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation auch zu den Auswirkungen des aktuellen Lockdowns auf die Branche in Vorarlberg Stellung nahm.

Kommunikationspolitik der Bundesregierung

„Fakt ist, dass es diese Salamitaktik nicht hätte geben dürfen. Und am Schluss kam dann doch der große Lockdown. Diese Kommunikation ist nicht gut. Das schafft Unsicherheit und Unzufriedenheit“, analysiert er die Regierungskommunikation und erklärt: „Kommunikation muss grad in Krisenzeiten sehr klar sein und einen Kopf haben, der dafür verantwortlich ist.“ Das unangenehmste sei, wenn sich die Regierungsmitglieder auch noch widersprechen. Dass der Karren noch aus dem Dreck zu ziehen sei, glaubt er auch in Sachen Impfpflicht nicht.

Soziale Medien

Die Rolle der sozialen Medien in der Diskussion um die Impfpflicht nennt Dechant im Gespräch mit Springer „extrem ungut“ und begründet das auch mit den Algorithmen, die die Meinung der jeweiligen Gruppen zementieren. „Die Meinungen sind gemacht, dass man die umdrehen könnte, das passiert nicht von heute auf morgen“, spricht er die Kluft zwischen Impfgegnern und Impfbefürwortern an. „Wir müssen jetzt Druck aus dem Kessel nehmen“, sagt er in Richtung Kommunikation der Regierung.

Werbe- und Kommunikationsbranche

Der Lockdown betreffe natürlich auch die Werbe- und Kommunikationsbranche, berichtet er über die Situation seiner Kollegen. „Wie bei den vergangenen Lockdowns gibt es reflexartig Stornierungen“, die nicht nur die Existenz der Werber gefährden, sondern auch deshalb ein Fehler seien, weil gerade jetzt wichtig, zu den Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeitern ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, rät er den Auftraggebern aus der Wirtschaft.

Das Interview in voller Länge

(VN/sca)

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