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Exporthit Hightech-Drahtbügel MEVO Metzler

Schwarzenberg - Kann ein unscheinbarer Kleiderbügel ein intelligentes, ein Hightech-Produkt sein, das die europäische Herstellerkonkurrenz alt aussehen und immer öfter sogar Kunden aus Übersee das Erzeugnis nachfragen?

Und ob er kann. Wie sehr, exerziert die MEVO Metzler GmbH in Schwarzenberg seit vielen Jahren so erfolgreich vor, dass jetzt die Errichtung eines modernen Produktionswerks in Bersbuch („Sporenegg“) notwendig wurde.

Unverwechselbarkeit und Überlegenheit kommt dem Draht-Kleiderbügel von MEVO sowohl vom Design als auch von seiner Funktionalität, seinen Leistungsmerkmalen und von seinem Herstellverfahren zu. Geschäftsführender Alleingesellschafter Hans Metzler: „Der MEVO-Drahtbügel wird von uns als einzigem Produzenten weit und breit gezogen und elektrolytisch verzinkt. Er überzeugt zugleich durch beste Elastizitäts- und Festigkeitswerte, durch Riss- bzw. Bruchresistenz an den ,neuralgischen’ Punkten. Er ist optimal korrosionsbeständig und von unseren potenziell größten Konkurrenten, den Chinesen, in dieser Hochwertigkeit nicht kopierbar.“

Zwar erzielt die MEVO, deren Grundstein Hans Metzlers Vater Guntram 1955 mit der Erzeugung von Holzkleiderbügeln legte, heute über 50 Prozent des Gesamtumsatzes mit dem Drahtbügel – 95 Prozent macht der Eigenbedarf, der Rest wird an „befreundete Mitbewerber“ verkauft. Mit 37 Prozent zweitwichtigster Produktionszweig/Umsatzträger sind Dünnfolien: Obwohl nur 6 bis 7 Tausendstelmillimeter stark (zum Vergleich: ein Haar ist 30 my dick), besticht die hier vor allem für Textilien erzeugte Verpackung durch ihre Reißfestigkeit. Fast ein Umsatzzehntel entfällt schließlich auf gestanzte Papierartikel – jeder von uns hielt schon einmal solche Hosenstege, Hemdschlaufen oder Kragenstützen selbst in Händen. Assoziiert wird MEVO aber in erster Linie mit dem handlichen Kleiderbügel, der für absolut imposante Zahlen steht: MEVO erzeugt im Durchschnitt 1,5 Mill. Stück täglich, was 1500 Kilometern Draht in Kleiderbügelform entspricht. Mit 14.000 Jahrestonnen zählt man zu Vorarlbergs größten Stahlverarbeitern und österreichweit zu den bedeutendsten Drahterzeugern. Anders gesagt: Der Warenein- und -ausgang pro Tag beläuft sich auf 150 Tonnen.

Mit Abstand wichtigster Markt von MEVO ist Frankreich, nachdem man dort erst im Juli den dritten (letzten wichtigen) Mitbewerber übernommen hat. Damit ist dieser Markt zu mehr als 80 Prozent MEVO-kontrolliert. Ungefähr halb so viel Umsatz wie in Frankreich, 17 Prozent, schreibt die Schwarzenberger Firma in Deutschland, gefolgt von Italien und europäischem Osten (inkl. Russland), wo je rund 12 Prozent platziert werden. Der Rest verteilt sich auf die Schweiz und andere europäische Länder, Südamerika, Australien etc.

Diese gewaltige Dynamik der letzten Jahre diktierte letztlich den Neubau einer Produktion in Bersbuch, in die man inkl. technischem „Innenleben“ bis zu 5 Mill. Euro investiert und die bis Ende 2008 schrittweise in Betrieb gehen soll. Dank Synergieeffekten – heute produziert MEVO in Schwarzenberg, Egg und Schnepfau – will Hans Metzler „in 15 Jahren über 50 Prozent der Bersbuch-Investitionen wieder zurückverdient haben“. Das Unternehmen wird künftig in Schwarzenberg (neue Verwaltung, Technik, Papierproduktion), Bersbuch (Zentral- und Vertriebslager, neue Verzinkerei, vollautomatisierte Bügelproduktion) und in Schnepfau (Folienproduktion, Ausbau geplant, plus Betriebswohnungen) situiert sein. Der Standort Egg schließt. Der in Bersbuch erreichte Automatisierungsgrad ist in der Branche global einmalig.

Gegenpol Metzler GmbH

Neben der MEVO Metzler GmbH gehört in einer Gruppenabbildung auch die von Metzlers Schwester Herma Metzler geführte Metzler GmbH erwähnt, unter deren Dach neben Puritus und Hille seit neuestem auch die insolvent gewordene Wäscherei Troll firmieren. „Sie stellt den Dienstleistungsschwerpunkt dar, sozusagen als Gegengewicht zur material- und kapitalintensiven MEVO Metzler GmbH“, verdeutlichte Hans Metzler. In der Metzler GmbH sollen Wäsche- und Reinigungskompetenz zusammengeführt werden, alle drei Subfirmen werden ab Herbst in einem gemeinsamen Firmendomizil in Hohenems untergebracht werden.

MEVO Metzler GmbH
Umsatz 2006/07 (per 31. August): 13,7 Mill. Euro (+ 5 %)
Mitarbeiter: 45 bis 48 saisonal schwankend
Exportquote: 94 Prozent
F+E-Budget: 70.000 bis 130.000 Euro jährlich
Tochtergesellschaften: Mevo Italia in Gischalba bei Bergamo (1,2 Mill. Euro Umsatz), Metzler GmbH (Hille, Puritus, Troll) mit 1,1 Mill. Euro Umsatz, sowie MEVO Allo-Cintres Ravensburg (Vertriebstochter für Deutschland, 600.000 Euro Umsatz)

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