Ex-Teamchef Holczer will Namen von Matschiner

Er hat bereits rechtliche Schritte eingeleitet
Er hat bereits rechtliche Schritte eingeleitet ©APA (Archiv/epa)
Hans-Michael Holczer, der frühere Teamchef des Gerolsteiner Radrennstalls, hat Stefan Matschiner aufgefordert, Namen zu nennen. Der Oberösterreicher Matschiner, der als Sportmanager den geständigen Dopingsünder Berhard Kohl betreut hatte, hat diesen der Weitergabe von verbotenen Substanzen bezichtigt und damit auch weitere Gerolsteiner-Fahrer ins schiefe Doping-Licht gerückt.

“Kohl hat Ex-Gerolsteiner-Kollegen ein paar Mal mit Dynepo bedient. Das weiß ich bzw. muss ich wissen, weil er es von mir ja bekommen hat”, hatte Matschiner gegenüber “www.orf.at” gesagt. Gegenüber der Sportnachrichtenagentur sid erklärte Holczer, dass er bereits erste rechtliche Schritte eingeleitet habe. “Ich habe meinen Anwalt direkt aus dem Auto in Frankreich beauftragt, Herrn Matschiner anzuschreiben. Er soll die Namen nennen, die er weiß, auch wenn er sie nicht belegen kann.”

“Für die deutschen Behörden dürfte es interessant sein, sich mit ihm zu unterhalten. Solange es aber keine Namen gibt, ist alles wertlos”, wird Holczer weiter zitiert. Und Milram-Teamchef Gerry van Gerwen, der einen Großteil des Gerolsteiner-Erbes übernommen hat, meinte: “Wenn Matschiner ein Kerl ist, dann soll er Namen nennen. Ich kann ruhig schlafen. Wir sind Milram und nicht Gerolsteiner.”

Der ehemalige Gerolsteiner-Profi Stefan Schumacher aus Deutschland war nach der Tour de France 2008 wie Kohl positiv auf das EPO-Derivat CERA getestet worden. Bei Olympia in Peking fiel Kohl-Zimmerkollege Schumacher wie dessen Ex-Teamkollege Davide Rebellin aus Italien erneut mit einem positiven Dopingtest auf CERA auf.

Matschiner droht wegen Handel mit Dopingsubstanzen und Blutdoping ein Strafverfahren.

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