Ex-RAF-Terroristin Becker nicht Mörderin Bubacks

Die frühere RAF-Terroristin Verena Becker war einem DNA-Gutachten zufolge wahrscheinlich nicht an dem Attentat auf den deutschen Generalbundesanwalt Siegfried Buback 1977 beteiligt. Wie die Bundesanwaltschaft am Dienstag in Karlsruhe mitteilte, stammen DNA-Spuren, die nach dem Mord gefunden worden waren, definitiv nicht von Becker.

Dabei geht es um sogenannte Mischspuren, die in einem Motorradhandschuh, in einem Helm neben dem Tatmotorrad sowie in einer Motorradjacke im Fluchtauto gefunden worden waren. Nach dem Gutachten des Bundeskriminalamts sei Becker als Mitverursacherin der Spuren ausgeschlossen.

Buback war im April 1977 von einem fahrenden Motorrad aus in seinem Dienstwagen erschossen worden. Bis heute ist nicht klar, wer das Motorrad steuerte und wer vom Sozius-Sitz aus die tödlichen Schüsse abfeuerte. Verena Becker war knapp einen Monat nach dem Buback-Attentat mit dem damaligen Mitglied der linksextremistischen Roten Armee Fraktion (RAF), Günter Sonnenberg, im baden-württembergischen Singen nach einer Schießerei mit der Polizei verhaftet worden.

Wegen des Mordes an Buback ermittelt die Bundesanwaltschaft bereits seit mehr als einem Jahr gegen den Ex-Terroristen Stefan Wisnieswki, den das frühere RAF-Mitglied Peter-Jürgen Boock zuvor als möglichen Todesschützen beim Verbrechen an Buback und dessen Begleitern genannt hatte. Wisnieswki saß wegen der Entführung und Ermordung von Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer im Herbst 1977 von 1978 bis 1999 in Haft. Mit dem Buback-Mord wurde er seinerzeit nicht in Verbindung gebracht.

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