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Ex-Freund dürfte Frau attackiert haben

Bei einem mutmaßlichen Beziehungsdrama im obersteirischen Kapfenberg sind in der Nacht auf Samstag ein 26-jähriger Mann getötet und eine 29 Jahre alte Frau schwer verletzt worden.

Der Vater der Frau hatte die Polizei verständigt, nachdem er sie am Mobiltelefon angerufen und sie um Hilfe geschrien habe. Dies teilte ein Ermittler der APA mit.

Der Mann dürfte nach Aussagen seiner Ex-Freundin gedroht haben, die Türe zu ihrer Wohnung einzutreten, wenn sie ihn nicht einlasse. Danach war zu einer Auseinandersetzung gekommen, in deren Zuge die Frau sich gegen die Angriffe des 26-Jährigen mit einem Messer zur Wehr gesetzt haben dürfte. Die Leiche des Mannes wurde am Samstag obduziert, die Steirerin befand sich im Spital.

Den Kriminalisten zu Folge war die Beziehung der beiden jungen Leute am Ende gewesen, was der Mann offenbar nicht akzeptieren konnte und weshalb es zuletzt immer wieder zu Streitigkeiten gekommen war. Freitagnacht dürfte der 26-Jährige dann nach Aussagen der Frau – die am Samstagmittag nach ihrer Notoperation im LKH Bruck/Mur kurz einvernommen worden war – vor der Wohnungstür der Kapfenbergerin gestanden sein. Angeblich habe er sie bei einer verbalen Auseinandersetzung dann u.a. mit einem langen Küchenmesser attackiert, woher auch ihre „Abwehrverletzung“ an der rechten Hand herrühren dürfte. Die Obersteirerin soll ihrem Ex-Partner das Messer entrissen und ihrerseits auf den Mann eingestochen haben, um ihn abzuwehren.

Die Leiche des Mannes habe fürchterlich ausgesehen, hatte einer Ermittler am frühen Morgen angegeben, nachdem die Wohnung von der Polizei in Augenschein genommen worden sei. Die Polizei habe schließlich der Vater der Frau verständigt: Dieser habe „ein ungutes Gefühl“ gehabt und seine Tochter in der Nacht zwei Mal angerufen. Beim ersten Mal sei noch alles in Ordnung gewesen, so Chefinspektor Anton Kiesl, beim zweiten Anruf sei die Tochter bereits mit ihrer schweren Wunde an der Hand auf der Flucht zu einer Freundin gewesen und habe geschrien.

„Wie oft und wie heftig zugestochen worden ist, muss an Hand der Stichkanäle bei der Obduktion geklärt werden“, so Kiesl zur APA. Die junge Frau sei jedenfalls „massiv geschlagen worden“, dies würden entsprechende Spuren an ihrem Kopf nahe liegend erscheinen lassen. Die 29-Jährige befand sich nach ihrer Operation am Samstagnachmittag unter Polizeibewachung im Brucker LKH.

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