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Europäischer Fußballcup im Zeichen der Integration

Knapp mehr als einen Monat vor der EURO 2008 stehen 24 Fußballmannschaften mit mentalbehinderten Sportlern im Mittelpunkt des Interesses.

Vom 2. bis zum 8. Mai 2008 wird „rund um den Bodensee“ der erste European Olympics Football Cup ausgetragen. Damit soll ein weiterer Schritt in Richtung Integration der mentalbehinderten Sportler gesetzt werden.

Zur Ausrichtung dieser größten Fußballveranstaltung in der Geschichte der Special Olympics haben sich Österreich, Schweiz, Liechtenstein und Deutschland zusammengetan, die Spielorte sind rund um den Bodensee auf diese vier Länder verteilt. Beim EC 2008 werden Integration und Normalisierung durch das Einbinden von vielen Menschen ohne Behinderung um den Bodensee ermöglicht und praktiziert.

24 Mannschaften aus den 54 Special Olympics-Ländern haben sich für den EC 2008 qualifiziert. Vor Beginn der eigentlichen Wettkämpfe wird eine Sichtung vorgenommen, die teilnehmenden Mannschaften ihrem Können entsprechend in acht Leistungsgruppen eingeteilt. Innerhalb dieser Gruppen wird dann in Gruppenspielen und einem Finale der Gruppensieger ermittelt.

Diese Vorgangsweise hat sich bei den Special Olympics bewährt. Die Sportler und dadurch auch die Mannschaften, die mit sehr unterschiedlichen Fähigkeiten ausgestattet sind, messen sich mit gleich starken Mannschaften. „Diese Einteilung nach Leistungsvermögen garantiert uns die Chancengleichheit im Wettbewerb. Spass, Motivation und Freude am Spiel werden dadurch hoch gehalten, das soll ja auch das Ziel der Sportausübung von Mentalbehinderten sein“, erklärt Heinrich Olsen, Generalsektretär des EC 2008.

Aufgeteilt werden die Mannschaften auf vier Länder mit den Spielorten Vaduz (Liechtenstein), St. Gallen, Wil, Kreuzlingen (Schweiz), Bregenz, Bludenz, Schwarzenberg (Österreich) und Lindau (Deutschland). „Die Ausweitung des EC 2008 auf vier Länder wird zu einem deutlich höheren Interesse führen“, begründet OK-Präsident Bertram Jäger die grenzüberschreitende Aufteilung der Spielorte.

An allen Spielorten stellen sich Fußballclubs und Fußballverbände in den Dienst der Special Olympics, um gemeinsam mit vielen hunderten freiwilligen Helfern eine große und spektakuläre Veranstaltung durchzuführen. Auch Regierungen, Städte, Gemeinden sowie viele Prominente aus Sport, Politik und Wirtschaft bzw. viele Sponsoren, Freunde und Gönner und das Ehrenkomitee stellen sich zur Verfügung.

Am 3. Mai 2008 findet in Bregenz (Österreich) die Eröffnung der European Special Olympics Football Cup statt. Zuvor schon werden an diesem Tag in St. Gallen Sichtung und Gruppeneinteilung (Divisioning) durchgeführt. Vom 5. bis 7. Mai werden die Gruppenspiele, am 7. Mai die Finalspiele ausgetragen.

Ab 2009 wird als Nachfolgeveranstaltung ein Bodenseecup durchgeführt, der neben Fußball weitere Sportarten enthalten wird.

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