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Europawahl: Rechtsparteien legen zu - aber teils weniger als gedacht

©AFP
Die rechtspopulistischen Parteien haben in der Europawahl am Sonntag deutlich zugelegt.

So kamen die bisher in drei Fraktionen organisierten nationalistischen und EU-kritischen Parteien in ersten Prognosen auf insgesamt 177 der 751 Sitze im Europaparlament. Das sind 23 mehr als im bisherigen Parlament.

Allerdings blieben einige der Parteien hinter ihren Erwartungen. So kam die Alternative für Deutschland laut Prognosen auf 10,6 bis 10,8 Prozent und elf Sitze. Das waren zwar drei Sitze mehr als 2014, als die AfD auf 7,1 Prozent kam. Sie blieb aber hinter dem Wert von 12,6 Prozent aus der Bundestagswahl 2017.

Größte Zugewinne in Italien

In Frankreich schlug die Rechtspopulistin Marine Le Pen mit ihrer Partei Rassemblement National laut Prognosen die Partei LREM von Präsident Emmanuel Macron. Aber sie kam demnach mit 24,2 Prozent nicht über ihr Ergebnis von 2014 hinaus; damals erhielt ihre Partei 24,9 Prozent.

In Finnland lag die rechtspopulistische Partei Die Finnen nach Auswertung von knapp der Hälfte der Wählerstimmen bei 13,2 Prozent und damit hinter Konservativen, Sozialdemokraten, Grünen und Liberalen nur auf Rang fünf. In den letzten Umfragen waren der Finnen-Partei noch mehr als 16,5 Prozent prognostiziert worden.

In Dänemark musste die rechtspopulistische Dänische Volkspartei laut ersten Prognosen klare Verluste hinnehmen. Der dänische Rundfunk DR sah die Partei unmittelbar nach dem Schließen der Wahllokale bei nur noch 11,8 Prozent – vor fünf Jahren waren es noch 26,6 Prozent.

Die größten Zugewinne für das rechte Lager wurden in Italien für die Partei Lega von Innenminister Matteo Salvini sowie für die nationalistische Brexit-Partei in Großbritannien erwartet. Auch die nationalkonservative und EU-kritische Partei PiS in Polen konnte auf Stimmengewinne hoffen. Dies war Teil der Gesamtprognose für alle rechten Fraktionen. Genaue Werte aus diesen Ländern sollten jedoch erst am späten Sonntagabend vorliegen.

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