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Europas Leitbörsen drehen im Verlauf wieder deutlich ins Minus

Asiatische Märkte mit Verlusten
Die europäischen Aktienmärkte haben am Montag zu Mittag mit deutlichen Abschlägen tendiert. Der DAX in Frankfurt notierte kurz nach 12.00 Uhr mit 6.056,51 Punkten und einem Minus von 179,65 Einheiten oder 2,88 Prozent und damit auf dem tiefsten Stand seit elf Monaten.

Der FT-SE-100 der Börse London verringerte sich um 89,0 Zähler oder 1,70 Prozent auf 5.157,97 Stellen. Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 gab 27,18 Einheiten oder 1,14 Prozent auf 2.347,97 Punkte nach.

Nach einem kurzen Abstecher auf positives Terrain am Vormittag drehten die Indizes im weiteren Verlauf wieder deutlich ins Minus ab. Thema Nummer eins am Markt war die Abstufung der Kreditwürdigkeit der USA durch die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P). Auch die Märkte in Asien hatten daraufhin einheitlich klare Abschläge zu verbuchen.

Die Devisenexperten der Commerzbank betonten, dass die Finanzmärkte Neuland beträten. Immerhin hätten die USA bis dato stets bei allen relevanten Ratingagenturen ein Top-Rating gehabt. Es sei aber auch zu beachten, dass die Abstufung durch Standard & Poor’s (S&P) nach den jüngsten Verlusten bereits eingepreist sein könnte.

Nichtsdestotrotz führten die Geschehnisse zu einer gestiegenen Risikoaversion an den Finanzmärkten. Das zwischenzeitliche Plus hatten Börsianer unter anderem darauf zurückgeführt, dass sich die Finanzminister der G-7-Staaten in einer Telefonkonferenz zu ihrer Verantwortung für stabile Aktienmärkte bekannt hatten. Zudem hatte die Europäische Zentralbank (EZB) Käufe von italienischen und spanischen Staatsanleihen signalisiert.

In einem Branchenvergleich zeigte sich der Bank-Sektor nach festerem Verlauf noch leicht im Plus. Zu den größeren Verlierern zählten hingegen erneut Rohstoffwerte sowie Titel aus dem Automobil-Sektor.

Nach zwischenzeitlichen klaren Zugewinnen lagen UniCredit noch 1,13 Prozent im Plus bei 1,075 Euro. Intesa Sanpaolo notierten um 0,46 Prozent höher bei 1,305. In Madrid notierten BBVA 2,25 Prozent fester bei 6,636 Euro und Banco Santander gewannen um 2,28 Prozent auf 6,591 Euro.

Unter den Autowerten rutschten Daimler 5,00 Prozent auf 39,91 Euro ab und BMW mussten ein Minus von 5,77 Prozent auf 56,99 Euro einfahren. In Paris bremsten Renault um 6,87 Prozent auf 29,15 Euro und Peugeot brachen um 7,32 Prozent auf 20,775 Euro nach.

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