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Europas Leitbörsen vor US-Zinsentscheid leicht zuversichtlich

Steht morgen im Mittelpunkt des Interesses aller Börsianer: FED-Chefin Janet Yellen.
Steht morgen im Mittelpunkt des Interesses aller Börsianer: FED-Chefin Janet Yellen. ©AP
Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch kurz vor der mit Spannung erwarteten Bekanntgabe der US-Leitzinsentscheidung mehrheitlich etwas höher aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbesserte sich um 5,27 Einheiten oder 0,16 Prozent auf 3.246,78 Zähler. Hintergrund: Die Märkte rechnen inzwischen fest mit einer erstmaligen moderaten Zinsanhebung in den USA seit fast zehn Jahren.

Von Interesse ist nun insbesondere, welche Hinweise Fed-Präsidentin Yellen auf das Tempo möglicher weiterer Zinsschritte geben wird. “Man sollte die erste Zinsanhebung seit fast zehn Jahren als Signal interpretieren, dass sich die Stimmung verbessert hat”, schrieb ein Analyst von CMC Markets.

Im Späthandel lasteten erneut abrutschende Rohölnotierungen vor allem auf den Aktien von Ölunternehmen, nachdem in den USA die Reserven an Rohöl in der vergangenen Woche überraschend gestiegen sind. Total-Papiere verbilligten sich um 0,5 Prozent. Eni verloren 0,07 Prozent an Wert.

Zinswende in den USA?

Die weithin erwartete erste Anhebung der Leitzinsen durch die Fed seit der Finanz- und Wirtschaftskrise sei “auch angesichts der US-Wirtschaftsdaten überfällig”, schrieb Stefan Kooths, Leiter des Prognosezentrums beim Institut der Weltwirtschaft (IfW). Laut Marktexperte Gregor Kuhn vom Broker IG hoffen die Anleger auf eine “Zinswende light”. Die Bekanntgabe der Leitzins-Entscheidung steht um 20.00 Uhr deutscher Zeit an, die Pressekonferenz mit Fed-Präsidentin Janet Yellen beginnt um 20.30 Uhr.

Nachdem die US-Währungshüter die Zinswende im September verschoben hatten, blieb aber auch jetzt ein Rest Unsicherheit. Denn in den vergangenen Wochen waren US-Konjunkturdaten, die sie bei ihren Entscheidungen mit im Blick halten, unter dem Strich durchwachsen ausgefallen.

Der Eurokurs jedenfalls blieb vor der Entscheidung ohne klare Richtung. Am Mittwochnachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,0930 US-Dollar und damit genauso viel wie am Dienstagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0933 (Dienstag: 1,0990) US-Dollar fest. (red/APA)

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