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Europas Börsen: Verluste eingegrenzt

Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im Verlauf leichter tendiert und die Verluste vom Frühgeschäft etwas eingegrenzt. Nach sechs Handelstagen mit Gewinnen legten die Märkte nun eine Verschnaufpause ein, hieß es am Markt.

Der Sieg des neuen US-Präsidenten Barack Obama sei bereits eingepreist, vor allem nach den kräftigen Gewinnen am Vortag.

Der DAX in Frankfurt notierte um 13.30 Uhr mit 5.215,12 Punkten und einem Minus von 62,92 Einheiten oder 1,19 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London reduzierte sich um 69,1 Zähler oder 1,49 Prozent auf 4.570,43 Stellen.

Abschläge verzeichneten auch die Märkte in Paris und Zürich. Der CAC-40 sank bis zum oben genannten Zeitpunkt 75,25 Punkte oder 2,04 Prozent auf 3.615,84 Einheiten. In Zürich gab der SPI um 103,88 Zähler (minus 1,98 Prozent) auf 5.151,61 Stellen ab. Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 verlor 36,47 Einheiten oder 1,32 Prozent auf 2.718,65 Punkte.

Bevor am Nachmittag wichtige Konjunkturdaten den Blick in Richtung USA lenken dürften, standen zunächst einige große Konzerne mit Zahlen im Fokus. Enttäuschungen gab es vor allem beim weltgrößten Stahlkonzern ArcelorMittal und der französischen Bank BNP Paribas. In der Schweiz blieb Swisscom hinter den Erwartungen zurück.

Stahlwerte standen wegen negativer Branchennachrichten unter Druck. Der weltgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal nahm wegen der Konjunkturschwäche sein Gewinnziel für das Gesamtjahr zurück. ArcelorMittal-Papiere brachen um 15,45 Prozent auf 20,70 Euro ein. Der Stahlkonzern bekommt inzwischen den Wirtschaftsabschwung zu spüren und hat sein Gewinnziel für das Gesamtjahr zurückgenommen. ThyssenKrupp rutschten um 8,47 Prozent auf 15,66 Euro ab.

BNP Paribas sanken nach Zahlen um 3,73 Prozent auf 56,32 Euro. Der Gewinn der französischen Großbank sank im dritten Quartal wegen der Finanzkrise stärker als am Markt prognostiziert. WestLB-Analyst Christoph Bossmann äußerte sich vor allem negativ über die Kosten infolge der Finanzkrise, die höher als erwartet ausgefallen seien.

Ein Ölpreis auf Rekordniveau bescherte dem französischen TOTAL-Konzern im dritten Quartal zwar einen deutlichen Gewinnschub, die Aktie sank dennoch um 2,97 Prozent auf 43,165 Euro. Citigroup-Analyst David Thomas meinte zur Quartalsbilanz, dass die Zahlen letztlich “nichts besonders Herausragendes” gewesen seien. Die Investoren würden zudem wohl enttäuscht sein über den Produktionsrückgang, der etwas deutlicher ausgefallen sei als am Markt erwartet worden war.

In der Schweiz blieb die Swisscom mit ihren Neunmonatszahlen beim EBITDA hinter den Analystenerwartungen zurück. Die Aktie fiel um 4,77 Prozent auf 349,50 Franken. Die Bank Vontobel will daher nun das Kursziel von bisher 440 Franken überprüfen.

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