Europa: Tote nach schwereren Stürmen

In Deutschland mussten bei Windgeschwindigkeiten von fast 180 Stundenkilometern Feuerwehr und Polizei wegen umgestürzter Bäume, Blitzeinschlägen und umherfliegender Bauteile ausrücken.

Der Schiffsverkehr an der Küste in Niedersachsen und Schleswig-Holstein war stark eingeschränkt.

Auch in anderen Teilen Europas gab es erhebliche Sturmschäden. In Großbritannien wurde ein Autofahrer von einem Baum erschlagen. Auf der Autobahn von Brüssel nach Lüttich verunglückte ein Autofahrer wegen starker Sturmböen mit seinem Fahrzeug tödlich.

In Nordostpolen waren nach dem Sturm rund 2.500 Haushalte ohne Strom. Umstürzende Bäume hatten zahlreiche Stromleitungen unterbrochen. An der Kanalküste in Frankreich kam der Schiffsverkehr zum Erliegen, weil der englische Hafen Dover geschlossen wurde. In Wales waren 80.000 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten.

Sieben Fischer vor Irlands Küste vermisst

Schwere Unwetter haben mehrere Länder Europas heimgesucht. Vor der Südostküste Irlands erreichten die Stürme Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern, teilte die Küstenwache am Donnerstag mit. Zwei Fischerboote wurden vor der Südostküste Irlands vermisst. Sieben Fischer würden noch gesucht. Zwei Männer konnten durch einen Hubschraubereinsatz gerettet werden.

„Die Bedingungen in der Region sind furchtbar“, sagte ein Sprecher der irischen Küstenwache. Die Winde hätten eine Sturmstärke von zehn erreicht. In Somerset im Südosten Englands wurde ein Mann von einem Baum erschlagen.

An der Ostküste Englands wurde Flutalarm gegeben. Der Fährverkehr im Ärmelkanal wurde eingestellt. Die Behörden in Frankreich befürchteten zudem eine Einschränkung des Frachtverkehrs im Eurotunnel. In den Niederlanden wurde der Flugverkehr in Schiphol beeinträchtigt. Knapp ein Drittel der Flüge hätte gestrichen werden müssen, berichtete die Nachrichtenagentur ANP unter Berufung auf Angaben des Flughafens.

Der deutsche Wetterdienst gab für fast alle Bundesländer Wetterwarnungen heraus. In Küstennähe und im Bergland bestand weiterhin Unwettergefahr durch orkanartige Böen. Nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia erreichten die Windböen über Deutschland Spitzengeschwindigkeiten von über 170 Stundenkilometern, auf der Insel Borkum waren es 178 Stundenkilometer.

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