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Europa: Iran weist europäische Kritik zurück

Der Iran hat am Donnerstag Kritik von Deutschland, Frankreich und Großbritannien an seinem Atomprogramm zurückgewiesen.

Die drei Staaten hatten die angekündigte Inbetriebnahme einer Urankonversionsanlage am Vortag scharf kritisiert. „Dieser Punkt ist völlig getrennt von unserer Zusage, die Urananreicherung auszusetzen“, sagte der iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen in Wien, Pirus Hosseini, der Nachrichtenagentur Reuters.

Sein Land werde in den kommenden Tagen deswegen Gespräche mit den Europäern führen. Ihm seien keine Pläne bekannt, die Konversionsanlage nun außer Betrieb zu lassen. Die USA werfen dem Iran vor, Atombomben herstellen zu wollen. Die Islamische Republik hat dies stets verneint.

Anlass für die Kritik der drei EU-Staaten war die Ankündigung des Iran, in nächster Zeit die Konversionsanlage in Isfahan in Betrieb zu nehmen. Mit einer Urankonversion werden Gase erzeugt, die bei einer Urananreicherung verwendet werden können. Mit angereichertem Uran können Atombomben gebaut werden.

Unter Hinweis auf die neuen Pläne des Iran hatten die drei europäischen Länder die Regierung des Religionsstaats aufgefordert, wie zugesagt seine Urananreicherung zu stoppen. Die Ankündigung neuer Techniken erschwere es dem Iran, „das internationale Vertrauen in seine Aktivitäten wiederherzustellen“, hieß es. Die Europäer hatten in dem Konflikt mit dem USA im Herbst vermittelt und die Zusage des Iran zum Stopp des Anreicherungsprogramms erreicht. Inspektionen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) haben in jüngster Zeit jedoch wieder Zweifel an der Zusammenarbeit des Landes geweckt.

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