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Euro-Wirtschaft in längster Rezession seit Einführung des Euro

Erster Hoffnungsschimmer: Rückgang fiel mit minus 0,2 Prozent im ersten Quartal geringer aus.
Erster Hoffnungsschimmer: Rückgang fiel mit minus 0,2 Prozent im ersten Quartal geringer aus. ©AP
Die Flaute hat die 17 Euroländer fest im Griff: Die Wirtschaft steckt in der längsten Rezession fest, die es seit Einführung des Euro je gab. Seit eineinhalb Jahren schrumpft die Wirtschaftsleistung im Euroraum, meldete die europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg.
Ausblicke für die Euro-Krisenländer
Österreichs Wirtschaft stagniert
Deutschland entgeht Rezession knapp
Italien und Frankreich in Rezession

Im ersten Quartal sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Dabei gibt es erste Hoffnungsschimmer, denn der Rückgang fiel weniger stark aus als noch zum Jahresende 2012 mit einem Minus von 0,6 Prozent.

Kaum positiven Signale

Seit Ende 2011 befinden sich die Länder mit Gemeinschaftswährung in der Rezession. Einen vergleichbaren Abschwung hatte es nur als Folge der Finanzkrise von 2008 bis 2009 gegeben, als die Wirtschaft fünf Quartale in Folge schrumpfte.

Positive Signale gab es kaum: Österreichs Wirtschaft stagnierte zum Jahresauftakt, das BIP in den Niederlanden sank um 0,1 Prozent. Portugals Wirtschaft schrumpfte um 0,3 Prozent, die spanische um 0,5 Prozent zum Vorquartal.

Besonders schlecht ist die Lage in den südeuropäischen Krisenstaaten wie Griechenland, Spanien und Zypern. Spanien meldete zu Jahresbeginn einen Konjunktureinbruch von 0,5 Prozent. Das kriselnde Zypern, das ein 10 Milliarden Euro schweres Hilfspaket erhalten hat, führte die Negativliste mit einem Minus von 1,3 Prozent an.

Schwergewichte schwächeln

Auch die Euro-Schwergewichte schwächeln: Die drittgrößte Euro-Volkswirtschaft Italien meldet einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von 0,5 Prozent und Frankreich als Nummer zwei ein Minus von 0,2 Prozent. Die deutsche Konjunktur nahm zu Beginn des Jahres nur überraschend langsam mit 0,1 Prozent Wachstum Fahrt auf.

Als Grund für die schlechten Zahlen nennen Volkswirte den zurückhaltenden privaten Konsum sowie schwache Exporte.

Tiefpunkt dürfte bereits erreicht sein

Die Lage in der gesamten EU mit ihren 27 Mitgliedsstaaten ist nur wenig besser. Dort sank die Wirtschaftsleistung zum Jahresanfang um 0,1 Prozent. Auch hier hatte sich die Konjunktur zuvor noch stärker verlangsamt.

Nach Einschätzung von Volkswirten dürfte der Tiefpunkt erreicht sein. Doch eine nachhaltige Belebung der Wirtschaft sei im Jahresverlauf noch nicht in Sicht – und die Arbeitslosigkeit dürfte weiter steigen. “Gefühlt wird die Rezession noch länger andauern”, schrieben Commerzbank-Analysten.

(APA)

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