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Euro auf Zwei-Jahres-Tief, spanische CDS auf Rekordhoch

Spanien rutscht immer weiter in die Krise.
Spanien rutscht immer weiter in die Krise. ©EPA
Deutsche Bundesanleihen und die Weltleitwährung Dollar standen auch am Mittwoch hoch im Kurs. Denn in beiden Anlageklassen suchen Investoren vor allem eines: Sicherheit. Ein Ende der Euro-Krise sei nicht in Sicht und die Verzweiflung der Investoren groß, erklärten Marktexperten.
Spanien soll Zeit bekommen

Der mögliche Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone und die sich verschärfenden Probleme im spanischen Bankensektor hatten zuletzt für neue Schockwellen gesorgt.

Euro rutscht weiter ab

Seit Monatsanfang hat der Euro gut acht US-Cent verloren. Am Mittwoch fiel er zeitweise auf 1,2423 Dollar zurück, den tiefsten Stand seit knapp zwei Jahren. Der Dollar-Index, der gegenüber einem Korb aus sechs Währungen ermittelt wird, kletterte im Gegenzug auf ein 20-Monats-Hoch von 82,75 Zählern.

Am Rentenmarkt waren erneut deutsche Anleihen gefragt – die Kurse stiegen, die Rendite der zehnjährigen Bonds rutschte auf ein neues Rekordtief von 1,305 Prozent. “Die Unterschiede bei den Anleihe-Renditen sind inzwischen ziemlich krass. Das kann eine Währungsunion auf Dauer nicht aushalten”, sagte ein Händler. Zehnjährige spanische und italienische Bonds wurden am Sekundärmarkt in der Spitze mit 6,723 beziehungsweise 6,155 Prozent verzinst.

Für neuen Missmut sorgte eine Auktion fünf- und zehnjähriger italienischer Anleihen. Das hoch verschuldete Land nahm 5,73 Mrd. Euro ein, anvisiert war eine Spanne zwischen 4,5 und 6,25 Mrd. Euro. Die Durchschnittsrendite für die fünfjährigen Anleihen lag bei 5,66 Prozent, bei der jüngsten Auktion Ende April mussten 4,86 Prozent gezahlt werden. Der Zins für zehnjährige Bonds stieg auf 6,03 Prozent nach 5,84 Prozent Ende April.

“Die Zahlen sind nicht überzeugend”, sagte Michael Leister, Zinsstratege der DZ Bank. “Italien wird von den Spanien-Sorgen in Geiselhaft genommen. Der Markt unterscheidet nicht mehr.”

Nervosität auf Kreditmärkten groß

Für ein kurzes Aufatmen sorgte die Nachricht, dass die EU-Kommission anregt, über den Rettungsfonds ESM strauchelnde Banken direkt mit Kapital zu versorgen. Der Euro kletterte zeitweise bis auf 1,2469 Dollar. “Die Schlagzeilen lesen sich natürlich gut, aber das hört sich schwer danach an, als ob hier wieder einmal nur Zeit gekauft wird,” sagte ein Händler.

Auch an den Kreditmärkten war die Nervosität angesichts des wachsenden Kapitalbedarfs spanischer Banken groß. Fünfjährige Swaps (CDS) zur Versicherung von spanischen Staatsanleihen stiegen um 21 Basispunkte auf ein Rekordhoch von 579 Basispunkten, wie der Datenanbieter Markit mitteilte. Damit beliefen sich die Kosten für die Versicherung von Anleihen über 10 Mio. Euro auf 579.000 Euro. Die CDS Italiens kletterten um 16 Basispunkte auf 532 Basispunkte.

Investoren spekulierten darauf, dass Spanien direkt Anleihen für die schuldengeplagte Sparkasse Bankia aufnimmt. Der Wirtschaftsminister Luis De Guindos erklärte jedoch, das Geldhaus werde über den spanischen Banken-Restrukturierungsfonds Frob gestützt. In dem Fonds liegen derzeit mehr als 4 Mrd. Euro bereit, Bankia hat am Freitag um Hilfen im Umfang von 19 Mrd. Euro gebeten.

(APA)

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