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EURO 2008: Einsatzkräfte sind bereit

Schwarzach - Die Sicherheitsvertreter rund um den Bodensee sehen sich für die Fußball-Europameisterschaft gut gerüstet und blicken der Großveranstaltung EURO 2008 optimistisch entgegen. Manfred Bliem  | Elmar Marent  | Schweizer Beamte freuen sich 

Man habe sich ein Jahr lang intensiv vorbereitet und werde in enger Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg die Sicherheit im Land gewährleisten, betonte am Dienstag für Vorarlberg Sicherheitsdirektor Elmar Marent bei einem Treffen von Landespolizeikommandanten und -direktoren in Bregenz. Am Ende der Zusammenkunft unterzeichneten die Sicherheitsvertreter eine Vereinbarung über die Intensivierung der grenzüberschreitenden polizeilichen Zusammenarbeit während der EURO.

Marent erklärte, dass die Zusammenarbeit insbesondere die Grenzkontrolle zu Deutschland betreffe, die bei noch zu definierenden “kritischen Spielen” wieder eingeführt werde. Zum anderen werde man beim Public Viewing auf der Bregenzer Seebühne, von der auch das ZDF die EM-Spiele übertragen wird, Polizeistreifen mit Beamten aus Vorarlberg, Bayern und Baden-Württemberg bilden. “Zudem müssen die Fan-Ströme zwischen Österreich und der Schweiz begleitet und gesichert werden”, sagte der Sicherheitsdirektor.

Vorarlbergs Landespolizeikommandant Manfred Bliem unterstrich, dass man personell “sehr gut aufgestellt” sei. Rund 300 der 900 Vorarlberger Polizisten würden während der Europameisterschaft speziell eingesetzt, so Bliem. 150 Beamte werden laut Marent entsendet, der Großteil davon nach Tirol. Dennoch werde die Sicherheit im Land aber natürlich gewährleistet sein, betonten Marent und Bliem. Der Landespolizeikommandant verwies unter anderem auf eine für den Juni verhängte Urlaubssperre.

Zu den Sicherheitsvorkehrungen für das Public Viewing auf der Seebühne sagte Bliem, dass dort – etwa für die Eingangskontrollen – private Sicherheitsdienste eingesetzt seien. Selbstverständlich sei man aber auch vor Ort vertreten. “Ein sensibles Spiel ist etwa die Partie Türkei-Schweiz. 2.500 Karten für die Seebühne sind bereits von türkisch-stämmigen Personen gekauft worden”, sagte Marent. Solche Partien werde man sich genau anschauen.

Andreas Hitz vom Grenzwachtkommando Chur (Kanton Graubünden) verwies im Zusammenhang mit den Grenzkontrollen auch auf vorgesehene vermehrte Kontroll-Einsätze in den Zügen, vor allem in den Sonderzügen. Werner Mutzel von der Polizeidirektion Kempten im Allgäu zeigte sich hinsichtlich möglicher Staus an den Grenzen wenig optimistisch. “Die werden sich wohl nicht vermeiden lassen”, meinte Mutzel.

Alfred Schelling (Kantonspolizei St. Gallen) sagte zur Beherbergung des rumänischen Nationalteams in St. Gallen, dass man das Gefahrenpotenzial klein einschätze. In der Bodenseeregion sind außer Rumäniens National-Elf keine weiteren Mannschaften untergebracht.

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