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Euphorie hält sich in Grenzen

Nach der Auslosung der Qualifikationspaarungen am Dienstag in Wien wurde die Einteilung der acht Vierergruppen in der Handball-Champions-League erstmals in der Stadt des Titelverteidigers FC Barcelona vorgenommen.

Während Glücksgöttin Fortuna in der Bundeshauptstadt ÖHB-Vertreter A1 Bregenz „gnädig“ zur Seite stand, bekam die Truppe von Spielertrainer Dagur Sigurdsson in Spanien einen Vorgeschmack auf den „rauen Wind“ des internationalen Handballs zu spüren, der ihnen möglicherweise bis Mitte November entgegenblasen wird.

Sollte der ÖHB-Champion in der Qualifikation den serbischen Vertreter Vojvodina Novi Sad bezwingen, wären Montpellier/Fra, Magdeburg/ Ger und Medwedi Moskau/Rus die Kontrahenten in der Gruppe A. „Von der Papierform her wäre die Gruppe C (mit Meran) oder G (mit Schaffhausen) um einiges angenehmer gewesen“, so der erste Kommentar von Roland Frühstück.

Die Klasse von Montpellier (2003 CL-Sieger und letzte Saison im Halbfinale) ist den Ländle-Handballfans noch aus den Duellen gegen Hard in Erinnerung und die Stärke der beiden weiteren Gegner hat Bregenz bereits am eigenen Leib verspürt. Die Russen beendeten in der Saison 2002/03 mit einem Gesamtscore von 62:47 (25:31/h, 22:31/a) den Traum der Gruppenphase von Bregenz, gegen den Traditionsklub aus Sachsen mussten sich Roli Schlinger und Co. Anfang März im EHF-Cup-Viertelfinale mit 28:31/h bzw. 25:41/a geschlagen geben.

Sigurdsson, der sich noch bis Freitag im Trainingslager auf der Faschina befindet, wollte in seiner bekannt zurückhaltenden Art keine Prognosen abgeben. „Für uns ist vorerst nur wichtig, die Hürde Novi Sad zu nehmen. Ich denke, wir haben genug Arbeit damit und müssen uns voll und ganz auf diese Aufgabe konzentrieren und dürfen uns nicht schon jetzt mit Dingen befassen, die nicht spruchreif sind“, so der Isländer.

Noch keinen Kontakt

Bislang noch ohne Resultat blieb auch der Versuch von Sebastian Manhart, Novi Sad das Heimrecht „abzukaufen“. „Weder der Trainer noch einer der Funktionäre waren telefonisch zu erreichen“, so der Teammanager. Über den Bruder von Nikola Marinovic wurde in Erfahrung gebracht, dass die Serben in Ljubuski/BIH bzw. Doboj/SCG am 27./28. August ein Turnier gegen Teams wie Ivry oder Göppingen spielen. „Da werden ganz sicher Spione von uns vor Ort sein“, so Manhart.

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