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EU/GR: Keine "Verschönerungen" vor 2000

Die früheren Regierungen Griechenlands sollen vor 2000 nicht zentrale Daten der griechischen Wirtschaft manipuliert haben. Dies ergab der jüngste Kontroll-Besuch von Beamten des europäischen Statistikamtes in Griechenland.

Die Finanzminister der Euro-Länder werden am Mittwoch in Luxemburg zum zweiten Mal innerhalb von sechs Wochen über die geschönten griechischen Defizit-Zahlen der jüngsten Zeit sprechen.

Der griechische Regierungssprecher Theodoros Roussopoulos bestätigte am Dienstag dem Athener Nachrichtensender SKAI, die seit April regierende konservative Partei Nea Dimokratia habe „keine Verschönerungen der Fakten der griechischen Wirtschaft während der Amtszeit der Sozialisten vor dem Jahr 2000 festgestellt“. Allerdings sei dies nicht der Fall für die Zeit nach 2000, hieß es.

Die Finanzminister der Euro-Länder erwarten am Mittwoch Vorschläge von EU-Währungskommissar Joaquin Almunia, wie solche Manipulationen künftig verhindert werden können. Mit Entscheidungen wird nicht gerechnet. Seit dem Jahr 2000 verschleierte Athen offensichtlich seine überhöhten Haushaltsdefizite von mehr als drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Der Zeitraum 1998/99 ist besonders delikat, da damals die Aufnahme Griechenlands in die Währungsunion auf dem Spiel stand.

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