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EU wird nach Zyanid-Unglück an der Theiß aktiv

Bereits in der kommenden Woche wird der Vorsitzende des Internationalen Arbeitsausschusses zur Untersuchung der Zyanid-Verseuchung von Theiß und Donau ernannt.

Dies erklärte Margot Wallström Donnerstag Abend bei einer Pressekonferenz in Budapest. Laut der EU-Umweltkommissarin soll die internationale Einsatzgruppe untersuchen, was in der Unglücks-Goldmine im rumänischen Baia Mare geschehen ist.

Das Ausmaß der Verseuchung soll umgehend erhoben und Maßnahmen für die Rettung der betroffenen Gebiete erarbeitet werden. Die Kommissarin drängt darauf, dass in dem internationalen Gremium sowohl Vertreter der Europäischen Union als auch des Umweltschutzprogrammes der UNO (UNEP) sowie der in Wien ansässigen Donau-Schutzkommission vertreten sein sollen. Gefragt ist auch die Mitwirkung von Umweltschutzorganisationen und lokalen Gremien.

Über mögliche Finanzhilfe für die betroffenen Regionen konnte Wallström keine Angaben machen, da zuerst die Schäden und die notwendigen Maßnahmen konkret festgelegt werden müssten. Als Geldquelle nannte die Kommissarin die Umgruppierung laufender Förderprogramme der Union.

Laut Wallström hätte der Vertreter der Goldmine von Baia Mare die Schuld für die Öko-Katastrophe anerkannt und sein Bedauern ausgedrückt. Die Union will möglichst schnell eine Liste jener Bergwerke erarbeiten, die Umwelt-Gefahren darstellen. Weiters will man rechtliche Mittel finden, um solchen Katastrophen vorzubeugen. Wie der ungarische Außenminister Janos Martonyi ankündigte, sei ein Rechtsausschuss gegründet worden, der sich mit Schadenersatzforderungen beschäftigt.

In Ungarn wird von einem Schaden in Milliardenhöhe gesprochen, wenn ungarische Agrarprodukte wegen der Zyanid-Versuchung an der Theiß auf dem Weltmarkt keine Abnehmer finden, so Biologieprofessor Janos Nemcsok am Freitag in den Medien. Dort beklagen Fischhändler mittlerweile, dass ihr Geschäft um 80 Prozent zurückgegangen ist.

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