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EU wird ab 2009 eine halbe Milliarde Einwohner haben

Die Bevölkerung in der EU ist in diesem Jahr laut einer Schätzung des Statistikamts Eurostat um rund 2,2 Millionen gewachsen. Am 1. Jänner sollen demnach 499,7 Millionen Einwohner in den 27 Mitgliedsstaaten leben.

Die neue Eurozone – dazu gehören neben Österreich 14 weitere Staaten – dürfte dann 328,6 Millionen Einwohner haben. Die Slowakei, die am 1. Jänner 2009 der Eurozone betritt, ist dabei bereits berücksichtigt. In sieben der 27 Staaten – allen voran Bulgarien – hat sich die Bevölkerung demnach verringert. In Irland gibt es die deutlichste Zunahme.

Österreich dürfte gemeinsam mit Malta die zweitniedrigste Geburtenrate (je 9,2 Promille) haben. Weniger Neugeborene gab es lediglich in Deutschland (8,2 Promille). Rund 8,36 Millionen Menschen sollen ab 1. Jänner 2009 in der Alpenrepublik leben, am Jahresbeginn 2008 waren es zum Vergleich rund 8,33 Millionen. Die Sterbeziffer beträgt schätzungsweise 8,8 Promille und liegt damit knapp unter dem Durchschnitt (9,7 Promille). Erheblich kleiner ist bei diesem Vergleich das natürliche Bevölkerungswachstum, das etwa 0,4 Promille (Durchschnitt 1,1 Promille) betragen wird. Ähnlich sieht es bei der Gesamtwachstumsrate aus – 3,0 (Österreich) verglichen mit 4,4 Promille (Durchschnitt).

Die Einwohnerzahl in den 27 Staaten erhöhte sich 2008 pro 1.000 Menschen um 4,4 Personen, so Eurostat. Verantwortlich dafür sind vor allem Wanderungen (plus 3,3 Promille). Das natürliche Bevölkerungswachstum hatte eine weitaus geringer Auswirkung (plus 1,1 Promille). Die höchsten Geburtenraten hat es laut den Schätzungen in Irland (18,1 Promille), im Vereinigten Königreich (13,0 Promille) sowie in Frankreich (12,9 Promille) gegeben. 5,4 Millionen Babys kamen demnach 2008 zur Welt, auf 1.000 Einwohner kommen somit 10,8 Neugeborene.

Die Geburtenzahl ist um 0,6 Millionen höher als die Zahl der Todesfälle (4,8 Millionen). Am höchsten ist die geschätzte Sterbeziffer in Bulgarien (14,2 Promille) gefolgt von Lettland (14,0 Promille) und Litauen (13,2 Promille). In Irland (6,1 Promille) starben demnach die wenigsten Menschen, auch in Zypern (6,6 Promille) und Luxemburg (6,9 Promille) gab es wenige Todesfälle.

Das höchste Gesamt-Wachstum wird es laut Eurostat aufgrund der positiven Geburten- und Sterbestatistik in Irland (plus 26,1 Personen pro 1.000 Einwohner) geben – dahinter liegen Luxemburg (plus 16,2) und Zypern (plus 15,5). Drei Viertel des Wachstums dürften auf internationale Wanderungsströme zurückzuführen sein. Auch hier hat Irland (14,1 Personen je 1.000 Einwohner) – vor Slowenien (plus 12,6) und Luxemburg (plus 11,9)- die Nase vorne. In Bulgarien, Lettland, Litauen und Polen wird es am Jahresende mehr Aus- als Einwanderer geben.

Beim natürlichen Bevölkerungswachstum ist Irland ebenfalls Erster (plus 12,0 Personen je 1.000 Einwohner) und hebt sich damit deutlich vom zweitplatzierten Frankreich (plus 4,5) sowie der Nummer Drei Luxemburg (plus 4,3) ab. Acht Mitgliedstaaten zeigen ein negatives natürliches Bevölkerungswachstum – darunter Bulgarien (minus 4,8), Lettland (minus 3,2), Ungarn (minus 3,1) und Deutschland (minus 2,0).

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