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EU verstärkt Kampf gegen das Rauchen

Mit einer neuen Informationsoffensive verstärkt die EU den Kampf gegen das Rauchen. Die europaweite Kampagne unter dem Motto „Feel Free to Say No“ wird mit 72 Millionen Euro aufgestockt.

Sie soll künftig besonders Jugendliche davon abhalten, zum Glimmstängel zu greifen. Schockierende Fotos, die die Folgen des Rauchens dokumentieren, sollen bestehende Warnhinweise auf Zigarettenpackungen verstärken, wie der scheidende EU-Gesundheitskommissar David Byrne am Freitag in Brüssel ankündigte.

„Tabak tötet jährlich 650.000 Menschen in der EU, das ist einer pro Minute“, warnte Byrne. Die neue Medienkampagne wird sich nach Worten des Kommissars vor allem an Teenager richten. 80 Prozent der Raucher würden mit dem Tabakkonsum nämlich im Alter zwischen 12 und 18 Jahren beginnen. Die Kampagne wird von eine Reihe von Musikern und Sportlern unterstützt.

Die drastischen Bildwarnungen auf Zigarettenpackungen können von den EU-Staaten freiwillig übernommen werden. Die Fotos zeigen unter anderem von Krebs zerfressene Raucherlungen, einen Toten in der Leichenhalle und einen Raucher mit Rachentumor. Insgesamt stellt die EU 42 Bilder zur Verfügung. Die EU folgt damit einem Beispiel Kanadas, wo derartig abschreckende Bilder schon seit einigen Jahren auf Zigarettenpackungen abgebildet sind. Irland und Belgien wollen die Anti-Raucher-Fotos demnächst übernehmen, auch Großbritannien erwägt einen solchen Schritt.

Eine Schulklasse aus Gent wurde am Freitag von Byrne als Sieger eines europaweiten Ideenwettbewerbs ausgezeichnet. Die Schüler hatten nach Auffassung einer Jury die besten Bildmotive gegen den Tabakmissbrauch entworfen.

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