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EU verhandelt über Freihandel

Die EU-Außenminister beauftragten in Luxemburg die EU-Kommission, mit Indien, Süd-Korea und dem südostasiatischen Staatenbund ASEAN über Freihandelsabkommen zu sprechen.

Die EU will den Handel mit Indien und den stark wachsenden Ländern Asiens deutlich ausbauen. Diese sollen über bestehende Vereinbarungen hinausgehen und Handelshemmnisse beiseite räumen, erklärten die Ressortchefs. Wann die Verhandlungen abgeschlossen werden sollen, blieb zunächst offen. Die EU machte damit ihre Versprechung wahr, mit dem Beginn der Verhandlungen nicht auf das Ende der Doha-Runde über eine Liberalisierung des Welthandels zu warten. Die Welthandelsgespräche waren im Februar wieder aufgenommen worden; nach einem neuen Zeitplan sollen sie bis zum Jahresende abgeschlossen werden. Ob dies gelingt, ist allerdings wegen bestehender Blockaden unsicher. Die EU gibt zwar dem multilateralen Handelssystem unter dem Dach der Welthandelsorganisation (WTO) den Vorzug. Gleichzeitig versuchen jedoch die Europäer, ihre Wirtschaft an dem Boom in Asien teilhaben zu lassen. Für den ASEAN-Länder sind individuelle Abkommen geplant, da die EU das von einer Militärregierung beherrschte Burma (Myanmar) mit Sanktionen belegt hat. Mit Burma werde deshalb auch nicht verhandelt. Neben Burma gehören zum ASEAN Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam.

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