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EU: Reiseerleichterungen für Balkan

Bürger Albaniens, Bosnien-Herzegowinas und Montenegros sollen künftig leichter und preiswerter Einreisevisa in die Europäische Union bekommen als Einwohner anderer Drittländer.

Entsprechende Abkommen zeichnete EU-Justizkommissar Franco Frattini am Freitag in der kroatischen Hauptstadt Zagreb mit den Innenministern der drei Staaten des westlichen Balkans ab. Die Visa- Erleichterungen sind mit einem Rücknahmeabkommen verbunden, das den EU-Staaten eine Abschiebung illegaler Zuwanderer in die Herkunfts- und Transitländer auf dem Balkan erleichtern soll.

Die EU sagt zu, Bürgern der betreffenden Länder ein Visum zum Preis von 35 Euro zu erteilen. Bestimmte Gruppen sollen es kostenlos bekommen. Einwohner anderer Staaten müssen üblicherweise 60 Euro zahlen. Für Geschäftsleute, Studenten und Journalisten werde es vereinfachte Antragsformulare geben. Bestimmte Gruppen von Vielreisenden sollen Langzeit-Visa mit der Möglichkeit des wiederholten Grenzübertritts bekommen.

Mazedonien habe am Donnerstag in Brüssel ebenfalls Verhandlungen über ein solches Abkommen abgeschlossen, teilte die Kommission in Brüssel mit. Die Verhandlungen mit Serbien seien in der Schlussphase. Die Staaten des westlichen Balkans verlangen schon seit einiger Zeit kein Visum mehr für die Einreise von EU-Bürgern. Die Kommission will nach eigenen Angaben nun die formelle Unterzeichnung der Abkommen vorbereiten und die dann notwendige Ratifizierung einleiten. Alle Abkommen sollten vor Ende des Jahres 2007 in Kraft treten.

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