EU-Kommission schiebt Entscheidung auf

Die EU-Kommission hat ihre Entscheidung zur Übernahme der Austrian Airlines (AUA) durch die Lufthansa vertagt und am Mittwoch zum zweiten Mal die Frist ihrer kartellrechtlichen Prüfung verlängert.

Sie kann nun den Fall nun bis zu 90 Tage weiter untersuchen. Die Entscheidung der Kommission könnte jedoch deutlich vor dem Ende dieser Frist fallen, das Angebot der Lufthansa ist nämlich nur bis 31. Juli befristet.

Durch die Übernahme könnte ein geringeres Angebot zu höheren Flugpreisen führen, erklärte die Kommission am Mittwoch in Brüssel. Die von der Lufthansa vorgeschlagenen Abhilfemaßnahmen reichten nicht aus, um ausreichenden Wettbewerb zu gewährleisten.

“Ich hoffe, dass wir in den kommenden Wochen eng mit Lufthansa zusammenarbeiten und gemeinsam Lösungen finden werden, um diese Bedenken rechtzeitig auszuräumen”, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes.

Die Lufthansa zahlt laut Vertrag für den 42-prozentigen ÖIAG-Anteil rund 366.000 Euro bzw. 162 Mio. Euro, sollte sich die Situation der AUA deutlich verbessern. Parallel zu dem Wettbewerbsverfahren läuft in Brüssel auch ein Verfahren über den staatlichen Zuschuss an die AUA von 500 Mio. Euro.

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