EU-Kommissar Johannes Hahn referierte im Ramschwagsaal zur europäischen Regionalpolitik

Bürgermeister Florian Kasseroler, EU-Kommissar Johannes Hahn und Arbeiterkammerdirektor Hubert Hämmerle.
Bürgermeister Florian Kasseroler, EU-Kommissar Johannes Hahn und Arbeiterkammerdirektor Hubert Hämmerle. ©Elke Kager Meyer
Johannes Hahn in Nenzing

“Vorarlberg ist eine Vorzeigeregion innerhalb der EU.” 271 Regionen zählt das vereinte Europa und wie diese von der Einheit profitieren können – darüber referierte EU-Kommissar Johannes Hahn vergangene Woche in Nenzing. Gleichzeitig zeigte er sich redlich bestrebt, das Image der EU, das immer wieder medialer und öffentlicher Kritik ausgesetzt ist, aufzubessern. “Solange die EU öffentlich auf Richtlinien – etwa zur geduldeten Krümmung von Gurken – reduziert wird, kann sich dieses Image nicht verbessern”, zeigte er an einem gängigen Vorurteil auf, was eigentlich hinter solchen Bestimmungen steckt: Optimale Nutzung von Lagerkapazitäten, verbesserte Bedingungen für den Export und vieles mehr. Was seiner Meinung nach etwas verloren geht, ist der Grundgedanke der EU: “Die Europäische Gemeinschaft hat ihren Anfang als Friedensprojekt genommen”, erläuterte EU-Kommissar Johannes Hahn. “Und das ist das tollste, was die EU in den vergangenen 60 Jahren zu leisten vermochte: Den Frieden zu sichern.”
Starkes Europa …
Johannes Hahn hielt ein Plädoyer für ein geeintes Europa: “Europa besticht durch eine unglaubliche Vielfalt auf engstem Raum.” Mit nur sieben Prozent der Weltbevölkerung sei die EU die größte und stärkste Wirtschaftsmacht. “Und dabei wird der Freiheit des Einzelnen großen Raum zuerkannt.” Ein großes Ziel sei es dabei, den Menschen eine ausgezeichnete Ausbildung in ihrem Land zu ermöglichen, die Möglichkeit zum internationalen Schnuppern und in Folge wiederum berufliche Perspektiven im eigenen Land bieten zu können.” Die Ausweitung der EU sieht Hahn als einzig realistische Chance: “Dadurch ergeben sich spannende Wachstumsmärkte.” So sei etwa der Export von Vorarlberg aus nach Polen von 2003 bis 2009 um 250 Prozent gestiegen. “Es ist erwiesen, dass von einem investierten Euro in die EU-Entwicklungsländer 65 Cent durch Export direkt wieder zurück fließen.” Es gelte in diese Regionen zu investieren, um die Qualität der EU zu halten. “Das ultimative Ziel ist es, innerhalb Europas keine Grenzen mehr zu haben – insbesondere keine Grenzen in den Köpfen der Europäer.”

“Gemeinde im Herzen,
die Region im Kopf”

Wenn mit EU-Kommissar Johannes Hahn “hoher Besuch” in Nenzing empfangen werden konnte, dann wollten auch zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft dies nicht versäumen: Hausherr Bürgermeister Florian Kasseroler und Manfred Walser (Regionalentwicklung Walgau) konnten dabei unter anderem EU-Kabinettchef Hubert Gams, der übrigens ebenfalls Nenzinger Wurzeln hat, Landesstatthalter Markus Wallner sowie Landesrat Dieter Egger begrüßen. Stark vertreten auch die Arbeiterkammer Vorarlberg als Mitveranstalter: Direktor Hubert Hämmerle fand den Weg nach Nenzing ebenso, wie Rainer Keckeis, Werner Gohm und Franz Vallandro. Das Rahmenprogramm des Abends gestalteten mit dem Nenzinger Pianisten Christoph Moser, der Showtanzgruppe der Sportmittelschule Nenzing sowie der Turnerschaft Schlins ebenso erfolgreiche Vertreter der Region Walgau. Die Gesprächsmöglichkeit mit dem EU-Kommissar wollten schließlich auch zahlreiche regionale Politiker – darunter Harald Sonderegger, Michael Tinkhauser, Peter Neier, Dieter Lauermann und viele mehr – nicht versäumen.

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