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EU erwägt Notrufkette für vermisste Kinder

Die Europäische Union prüft die Einrichtung einer Notrufkette für vermisste Kinder. Wenn Kinder ins Ausland verschwänden, verlören Behörden oft ihre Spur, sagte der portugiesische Justizminister und amtierende EU-Ratsvorsitzende Alberto Costa vor einem Treffen der europäischen Justizminister am Dienstag in Lissabon.

Dabei gehe es nicht nur um den Fall der in Portugal verschwundenen vierjährigen Britin Maddie McCann, sagte Costa. “Jedes Jahr werden eine Million Kinder Opfer einer Entführung.” Gerade bei grenzüberschreitenden Fällen gebe es viele Indizien, denen nicht nachgegangen werde.

Konkret liegen zwei Vorschläge auf dem Tisch: Zum einen prüft die EU ein europaweites Meldesystem wie in Frankreich. Seit Anfang 2006 wird die französische Bevölkerung per Radio oder Fernsehen alarmiert, sobald ein Kind verschwunden ist. Ein zweiter Vorschlag sieht die Einrichtung einer elektronisch vernetzten EU-Datenbank für vermisste Minderjährige vor. Auch EU-Justizkommissar Franco Frattini sprach sich bei Kindesentführungen für einen verstärkten Informationsaustausch zwischen den EU-Staaten aus. Gesetzliche Vorgaben seien dafür aber vorerst nicht nötig.

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