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EU-Brief zu Mellau eingelangt

Mellau/Damüls - Nach wochenlanger Verzögerung wird das Land nun zu einer Stellungnahme zur Zusammenlegung der beiden Ski-Gebiete von Mellau und Damüls aufgefordert. Reaktionen auf Mellau-Damüls

Das Brüsseler Schreiben in Sachen Mellau-Damüls ist endlich bei den Zuständigen im Land Vorarlberg eingelangt – einen Monat, nachdem die EU-Kommission nach Intervention des Petitionsausschusses erklärt hatte, das Projekt Mellau-Damüls prüfen zu wollen und ein entsprechendes Schreiben an das Land angekündigt hatte.

Verzögerung rätselhaft

Die Gründe für die wochenlange Verzögerung sind unklar. Er wisse schlichtweg nicht, warum der auf Englisch verfasste Brief erst jetzt zugestellt worden sei, sagte gestern Landesrat Erich Schwärzler. „Ich kenne die genauen Wege nicht.“ Und was steht nun in dem Schreiben des Petitionsausschusses? „Der Ausschuss teilt mit, dass er die Position des Alpenschutzvereins kenne – und nun eben auch unsere Position hören wolle“, sagt Schwärzler auf „VN“-Anfrage. Folge: „Wir werden Stellung nehmen, auch die Kommission kontaktieren – und unsere Sichtweise darlegen.“ Insbesondere werde man erklären, welche Erhebungen und welche Verfahren dem Projekt zugrunde gelegt worden seien, „und wie man zum Ergebnis kam, dass es eben keine Umweltverträglichkeitsprüfung gebraucht hat“. Die ausgebliebene Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) war vom Petitionsausschuss, auch von der EU-Kommission ja besonders harsch kritisiert worden. Der Petitionsausschuss macht sein weiteres Vorgehen in der Sache vom Vorarlberger Antwortschreiben abhängig. Schwärzler meldete prompt folgende Forderung an: „Wird das Verfahren weiter geführt, ist es absolut notwendig, dass sich die Mitglieder des Ausschusses das Projekt vor Ort anschauen und mit Liftbetreibern und Zuständigen in den Gemeinden sprechen.“ Eine „Ferndiagnose aus Brüssel“ dürfe bei einem derart wichtigen Projekt jedenfalls nicht erstellt werden. Im Brief kündigt der Ausschuss im Übrigen eine Inspektionstour im betreffenden Gebiet an.

Petter erfreut

Projektgegner Lothar Petter hatte sich an den Petitionsausschuss gewandt und den Fall damit ins Rollen gebracht. Mit der Tatsache, dass der Brief nun endlich eingetroffen ist, ist der Alpenschutzvereins-Obmann zufrieden: „Es ist gut, dass etwas weitergeht.“ Er stehe im Übrigen mit dem Vorsitzenden des Petitionsausschusses weiter in Kontakt, sagte Petter auf „VN“-Anfrage: „Der Ausschuss hat angekündigt, mir in den nächsten Wochen einen Zwischenbericht zukommen zu lassen.“ Auf diesen Bericht warte er nun mit Spannung: „Ich hoffe, dass er in unserem Sinne verfasst ist.“

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