EU: 50 Millionen für Libanon-Hilfe

Die EU-Kommission will ihre finanzielle Unterstützung zur Linderung der humanitären Katastrophe im Libanon auf bis zu 50 Millionen Euro aufstocken.

Nachdem Brüssel vergangene Woche bereits 10 Millionen Euro aus dem Budget für humanitäre Katastrophen locker gemacht worden waren, seien heute weitere 10 Mio. Euro freigegeben worden, sagte ein Kommissionssprecher. Weitere 30 Millionen Euro sollen aus den Budgetreserven folgen, dafür ist aber die Zustimmung der Mitgliedstaaten und des EU-Parlaments notwendig. Zusätzlich will die EU-Kommission mit 11 Mio. Euro die Evakuierung von Bürgern von Entwicklungsländern aus dem Libanon unterstützen.

Das Budget der EU-Stelle für humanitäre Hilfe (ECHO) – vor allem der Posten für nicht vorhersehbare Ereignisse – sei wegen der Unterstützung der Palästinenser in Gaza sowie der Hilfen für Darfur bereits ziemlich angespannt, räumte der Sprecher von Entwicklungskommissar Louis Michel ein. ECHO sei „in finanzieller Hinsicht unter starkem Druck“, es gebe aber noch Möglichkeiten, die täglich neu bewertet würden. „Die EU war in diesem Jahr besonders engagiert“ sagte der Sprecher.

Die Hilfsgelder der EU sollen vor allem über UNO-Organisationen, die eine Bitte um mehr Mittel ausgesprochen haben, in das Krisengebiet gelangen und den Flüchtlingen im Libanon selbst zu Gute kommen. Die Sicherheitslage sei weiter die größte Sorge, sagte der Sprecher. Einige Korridore seien mittlerweile offen und einige Hilfskonvois hätten es in den Südlibanon, wo die Hilfe am meisten benötigt wird, geschafft. Die meisten warteten aber noch vor Beirut und an der syrischen Grenze.

Die rund 11 Millionen Euro für Evakuierungen (aus dem EU-Krisenbudget für Außenbeziehungen) sollen rund 10.000 Menschen vor allem aus Sri Lanka, Philippinen, Äthiopien und Bangladesch helfen, nach Hause zurückzukehren. Vor dem Beginn des Konfliktes hielten sich laut Kommission zwischen 100.000 und 200.000 Arbeitnehmer aus Entwicklungsländern im Libanon auf. Das Programm soll über die internationale Organisation für Migration laufen; die Unterstützung soll Reisekosten und dringende Bedürfnisse des Lebens, wie etwa Medikamente in den Transitländern abdecken.

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