Es ist Zeit für den Sommer

Die Zeitumstellung in der Nacht auf Sonntag hat Auswirkungen auf Mensch und Tier. Der Homo Sapiens freut sich darauf – Tiere sind eher gestresst.
Sommerzeit: Bikinizeit
Umfrage: Sommerzeit

Die Österreicher gehen die Zeitumstellung in der Nacht auf Sonntag gelassen an. 80 Prozent sehen es positiv bzw. neutral, dass die Zeit um eine Stunde nach vor gestellt wird. Das ist das am Freitag veröffentlichte Ergebnis einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts “market”. Dabei zeigt sich auch eines: Vor allem die Jugend kann der Sommerzeit viel abgewinnen.

Zeitumstellung hat Vorteile

market hat am Montag 557 repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren ausgewählte Personen online befragt. 39 Prozent finden, die Zeitumstellunghabe Vorteile. 41 Prozent erklärten, dass die Sommerzeit für sie weder Vor- noch Nachteile bringe. Nachteile sahen lediglich 19 Prozent.

Vor allem die junge Bevölkerung steht den hellen Abenden positiv gegenüber. Von den Befragten zwischen 15 und 29 Jahren waren 60 Prozent von der Sommerzeit begeistert. Viele Befürworter fand sie auch bei den Berufstätigen. Hier sahen 44 Prozent klare Vorteile. Zu den wirtschaftlichen Auswirkungen befragt, sagten 83 Prozent, sie sehen die Sommerzeit neutral bis positiv. (APA)

Stressfaktor: Zeitumstellung

Wildtiere sind besonders im Frühjahr immer wieder Auslöser für schwere Unfälle. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass sich das Verhalten der Tiere geändert hat. “Wildtiere sind nicht mehr hauptsächlich dämmerungsaktiv. Die meisten gefährlichen Wildunfälle ereignen sich von 20 bis 22 Uhr. In wildreichen Regionen muss man sogar ganztägig und bis in die Dörfer mit Wild auf der Straße rechnen”, erklärt ÖAMTC-Verkehrsexperte Markus Schneider.

 Änderungen im Verhalten der Wildtiere bestätigt auch Wolfgang Steiner von der Universität für Bodenkultur in Wien: “Wildtiere sind im Frühjahr sehr aktiv. Gleichzeitig bewegen sich die Menschen mehr als früher in der Natur, z. B. mit Fahrrad, als Jogger oder beim Hundespaziergang. Die Wildtiere versuchen, den menschlichen Aktivitäten räumlich und zeitlich auszuweichen.”

Mit der Umstellung auf die Sommerzeit ändert sich das Mobilitätsverhalten der Menschen noch einmal, sie sind abends länger unterwegs. Für die Wildtiere ist das ein weiterer plötzlicher Stressfaktor, der zu ungewollten Zusammentreffen führen kann. (ÖAMTC)

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