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Es ist so weit: Kameraden der Miliz rücken ein

Gefreiter Clemens K. verabschiedet sich von seiner Frau.
Gefreiter Clemens K. verabschiedet sich von seiner Frau. ©Markus Koppitz
Aufgrund der Corona-Pandemie wird erstmals in der Geschichte Österreichs die Miliz aufgeboten.
Corona-Einsatz der Miliz startet

Am Montag startet der Einsatz für rund 2.300 Männer und Frauen in ganz Österreich. Die Milizsoldaten lösen ab Ende Mai die derzeit im Einsatz befindlichen Grundwehrdiener und Berufssoldaten ab.

Einsatz-Vorbereitung durch Jägerbataillon 23

Die in Vorarlberg einrückenden Miliz-Soldaten in der Stärke einer verminderten Kompanie werden vom Miliz-Jägerbataillon Vorarlberg gestellt. Geführt wird die Milizkompanie vom Kompaniekommando der 3. Jägerkompanie unter dem Kompaniekommandant Oberleutnant Stefan Kaufmann. Die restlichen Soldaten wurden aus dem gesamten Jägerbataillon Vorarlberg rekrutiert.  

Kameraden der Miliz rücken ein.
Markus Koppitz

Das Schlüssel- und Führungspersonal ist bereits zur Vorbereitung in der Bludescher Walgaukaserne beim Hochgebirgs-Jägerbataillon 23, welches für die Formierung verantwortlich ist, eingerückt. Am Montag, den 4. Mai 2020 folgt nun die Masse der Milizsoldaten. Beim Betreten der Walgaukaserne werden alle Milizsoldaten einem COVID-19 Test unterzogen, der noch am selben Tag nach Salzburg zur Auswertung gebracht wird.

Alle Milizsoldaten werden auf Covid-19 getestet.
Markus Koppitz

Nach einer zweiwöchigen Einsatzvorbereitung durch speziell geschulte Berufssoldaten des Hochgebirgs- Jägerbataillon 23, sowie einer Übergabe/Übernahmephase mit der derzeit im Einsatz befindlichen Kampfunterstützungskompanie des Jägerbataillon 17 aus der Steiermark, werden sie ab 25. Mai 2020 alleinverantwortlich im Einsatz stehen. Mit Einsatzbeginn wird diese Milizkompanie durch das Militärkommando Vorarlberg geführt. Die voraussichtliche Einsatzdauer ist bis Ende Juli geplant.

Vielfältige Aufgaben in Vorarlberg

Die Aufgaben der Milizsoldaten in Vorarlberg sind vielfältig und richten sich nach den existierenden Behördenaufträgen. Im Prinzip wird der bereits jetzt durchgeführte Einsatz der Soldaten des steirischen Jägerbataillon 17 vollinhaltlich übernommen. Der Großteil der Soldaten wird an der Grenze zu Liechtenstein, der Schweiz und Deutschland stehen, um einerseits die Polizei bei sicherheitspolizeilichen Tätigkeiten und andererseits die Bezirkshauptmannschaften bei gesundheitsbehördlichen Kontrollen an den Grenzübergängen zu unterstützen. Einige Soldaten werden auch als motorisierte Patrouillen, Fuß- oder Fahrradstreifen zwischen den Grenzübergängen unterwegs sein. Die Bewachung von kritischer Infrastruktur in Vorarlberg wird auch zu den Aufgaben gehören. „Die Vorarlberger Milizsoldaten erhalten vom Hochgebirgs-Jägerbataillon 23, in engster Abstimmung mit der Polizei, den Bezirkshauptmannschaften und dem Militärkommando, eine hervorragende auf diesen speziellen Einsatz abgestimmte Vorbereitung und werden dadurch in der Lage sein die geforderten Aufträge mit hoher Qualität zu erfüllen,“ sagt Militärkommandant Brigadier Gunther Hessel.

(Red.)

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