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Erstmals vor der eigenen Klasse stehen

Wolfurt - "Es rückt." Die letzte Ferienwoche rüsten Junglehrer zum Start ins Berufsleben: Noch riecht’s nach Putzmittel. Klassen sauber aufgestuhlt. Die Tafeln leer. Noch leer.

Aber als Simone Fitz in Schulschrift ihren Namen dem grünen Schiefer anvertraut, tut sie das nicht zum ersten Mal.

Wunsch erfüllt

In Wolfurt hat sie schon zur Probe unterrichtet. Hierher wollte sie. „Das war meine Traumschule.“ Der Landesschulrat hat dem Wunsch der Junglehrerin entsprochen. Und Direktor Norbert Moosbrugger hat vielleicht ein wenig nachgeholfen. Jetzt sieht er jedenfalls belustigt zu, wie sich ein neuer Name seinem 48-köpfigen Lehrkörper zufügt. 440 Schüler. „Mit Eltern fast 1000 Beteiligte.“ Er führt ein beachtliches Unterneh men. Da ist man auf guten Nachwuchs angewiesen.

Aber noch ist Zeit. Noch kann die angehende Biologie lehrerin mit Liebe der ver gessenen Zimmerpflanze das dringend benötigte Nass zu führen. Noch wirft sie einen flüchtigen Blick aufs Kreuz an der Wand. Weil sie in Religion sich wird wappnen müssen auch Fragen völlig Außenste hender zu beantworten.

Musik im Blut

Auch Musik wird sie unterrichten. Aber das schreckt sie nicht. Die letzte Ferienwoche verbringt die Jugendreferentin der Bürgermusik Hard mit den „Hardis“ auf Sommerlager in Hittisau. Spielt Klarinette. Und wischt die Tränen ab von den Wangen der Jüngsten, wenn die heimwehgeplagt darniederliegen. Und dann? Am ersten Schultag? Im Trubel von über 100 „Neuen“ an der Hauptschule Wolfurt? Steht sie dann immer noch so gelassen da? In ihrer ersten eigenen Klasse? Ganz cool womöglich, mit Pokerface?

Da lacht sie einen ganzen Spätsommertag herbei und schüttelt den Kopf: „Wir kommen ja alle aus den Ferien. Da pack ich doch nicht gleich aus und sag: ,Jetzt haben wir Englisch.Ñ Das unterrichtet sie nämlich auch.

Aber eh einem noch schwindlig wird vor lauter Fächern und Aufgaben, erzählt sie von ihren ersten Erfahrungen im Unterricht. Wie das wohl sein wird, künftig 21 Stunden pro Woche in der Klasse zu stehen? Wie lang sie brauchen wird, die Stunden vorzubereiten? GehtÑs den anderen Neuen ähnlich? Werden die „alten Hasen“ sie willkommen heißen? Noch ist Zeit. Eine Woche lang. Bis zum ersten Schultag für tausende Schüler und Simone Fitz.

ZUR PERSON

Simone Fitz
Beruf: Lehrerin
Geboren: 5. Juli 1985
Familie: ledig
Ausbildung: Volksschule, Kreativhauptschule Hard-Mittelweiherburg, drei Jahre PädAk
Hobbys: Jugendreferentin der Bürgermusik Hard, Radfahren, Lesen, Rollerblades

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