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Aufholjagd blieb unbelohnt - WSG Tirol gewinnt Westderby in Lustenau

Baila Diallo (SC Austria Lustenau) am Sonntag, 17. September 2023, während der Admiral Bundesliga-Begegnung.
Baila Diallo (SC Austria Lustenau) am Sonntag, 17. September 2023, während der Admiral Bundesliga-Begegnung. ©APA
Die WSG Tirol hat das Kellerderby der Fußball-Bundesliga für sich entschieden. Die Wattener setzten sich am Sonntag in der siebenten Runde auswärts gegen Austria Lustenau mit 3:2 (2:0) durch, feierten damit den ersten Saisonsieg und schlossen nach Punkten zur Wiener Austria und Blau-Weiß Linz auf. Das Schlusslicht aus Vorarlberg hingegen hält weiterhin bei nur zwei Zählern und hat alle vier Heimpartien in dieser Spielzeit verloren.

Lustenau. Kofi Schulz (38.) und Nik Prelec (42.) sorgten für eine vermeintlich komfortable Pausenführung für die WSG. Die Lustenauer schlugen dank eines Doppelpacks von Anthony Schmid (50., 56.) zurück, ehe Lukas Sulzbacher der entscheidende Treffer für die Gäste gelang (62.).

Rasante Minuten vor dem Pausenpfiff

Auf ein derartiges Torspektakel hatte lange Zeit nichts hingedeutet. Höhepunkte gab es im Reichshofstadion vorerst nicht zu sehen, halbwegs Spannung kam nur bei einem zurecht wegen Abseits aberkannten WSG-Treffer von Julius Ertlthaler auf (6.).

Rasanter wurde es in den Minuten vor dem Pausenpfiff. Nach einem weiten Einwurf von Sulzbacher landete der Ball bei Schulz, der volley vom Fünfer abzog und auf 1:0 für die Tiroler stellte. Zwei Minuten danach lief Mahamadou Diarra allein auf das Lustenauer Tor zu, verfehlte jedoch knapp. Das 2:0 der Mannschaft von Coach Thomas Silberberger resultierte aus der zu diesem Zeitpunkt schönsten Aktion der Partie: Ertlthaler spielte Alexander Ranacher frei, der den Ball per Direktabnahme zur Mitte brachte. Dort legte Matthäus Taferner mit der Ferse für Prelec ab, und der Stürmer war mit einem Aufsitzer erfolgreich.

Verwandlung in der Kabine

Austria-Trainer Markus Mader reagierte zur Pause mit einem Dreifach-Wechsel, und sein Team kam wie verwandelt aus der Kabine. Plötzlich entwickelten die Hausherren jenen Druck, der vor dem Seitenwechsel noch schmerzlich vermisst worden war, und prompt folgte die Belohnung. Zunächst setzte sich Schmid gegen Ranacher durch und netzte zwischen die Beine des wenig später verletzt ausgetauschten WSG-Goalies Adam Stejskal, kurz darauf sorgte Schmid mit einem prächtigen Seitfallzieher ins lange Eck für das nächste Highlight.

Im Überschwang des aufgeholten Zwei-Tore-Rückstands ließen sich die Lustenauer allerdings auskontern. Sulzbacher spielte einen Doppelpass mit Prelec und brachte die Tiroler neuerlich in Führung. Danach konnte der Ländle-Club nicht mehr zulegen und prolongierte damit seinen Fehlstart in die neue Saison.

Der Ticker vom Spiel Austria Lustenau vs WSG Tirol

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