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Erste WM-Punkte für Klien

Christian Klien fuhr in Spa einen sechsten Platz mit drei Zählern heraus und trug sich als siebenter Österreicher in ein WM-Klassement ein. Mit Platz zwei hinter Kimi Räikkönen holte sich Michael Schumacher den siebenten WM-Titel.

Jetzt kann Klien tief durchatmen. 13 Rennen lang jagte er dem ersten Punkt hinterher, in Spa gelang der große Coup. In einem turbulenten Rennen profitierte der junge Hohenemser von einigen Karambolagen und Ausfällen, aber es stand ihm endlich einmal auch das Glück zur Seite. Das er kurz vor Ende besonders beanspruchen musste, nachdem ihm David Coulthard ins Heck gefahren war.

Klien legte vom Start weg eine beherzte Performance hin, blieb während der 44 Runden mit drei Safety-Car-Phasen ohne Fehler. „Ich bin einfach nur glücklich, was für ein aufregendes Rennen. Ich hatte viel Spaß”, erklärte der Jaguar-Pilot, der sich aus allen Scharmützeln heraushielt. „Mein Start war gut, ich konnte die Zwischenfälle und auch die Trümmer auf der Strecke umschiffen. Ich blieb draußen, als das Safety-Car kam und tankte im normalen Rhythmus nach. Meine Drei-Stopp-Strategie funktionierte gut und das Team hat perfekte Arbeit geleistet. Bei der zweiten Safety-Car-Phase lag ich hinter dem Toyota von Olivier Panis, sobald die Strecke wieder frei gegeben wurde, konnte ich ihn überholen.”

Das erste Dankeschön im Ziel nach der Fahrt auf der anspruchsvollen Ardennen-Strecke galt der Mannschaft rund um seinen Ingenieur Stefano Sordo. „Das Auto fühlte sich großartig an”, so Klien. „Ich konnte die Menge an Action auf der Strecke gar nicht glauben, und einige Male machte ich mir wegen der vielen Trümmer Gedanken. Ich habe mein Bestes gegeben, sie zu umfahren, und der sechste Platz ist einfach großartig. Das sind meine ersten Punkte und ich möchte dem Team für die harte Arbeit danken.”

Die drei Punkte für den sechsten Platz verbessern die Stimmung bei den „Raubkatzen” – und auch seine Position bei den Vertragsverhandlungen. Das britische Team zog damit in der Konstrukteurswertung an Toyota vorbei und ist nun Siebenter. „Ich konzentriere mich nun voll und ganz auf die letzten vier Rennen der Saison. Aber es war wirklich ein fantastisches Wochenende für mich.” Christian, der in dieser Woche in Monza testen wird, ist nach Jochen Rindt, Niki Lauda, Jo Gartner, Karl Wendlinger, Gerhard Berger und Alexander Wurz der siebente Österreicher, der Punkte in der Formel-1-WM eingefahren hat.

Genug Gründe zum Feiern
Michael Schumacher genügte im Grand Prix von Belgien ein zweiter Platz, um vorzeitig seinen siebenten WM-Titel in der Formel 1 sicherzustellen. 3,1 Sekunden hinter Kimi Räikkönen, der McLaren-Mercedes zum ersten Sieg seit 23. März 2003 verhalf, fuhr der Deutsche in Spa unmittelbar vor seinem Ferrari-Teamkollegen Rubens Barrichello über die Ziellinie. Das reichte, denn bei nun 128 Zählern ist Schumacher nicht mehr einzuholen. Barrichello (88) hätte nur einen Punkt einbüßen dürfen. Auch Räikkönen war glücklich: „Wir haben bekommen, was wir verdient haben. Gratulation an Michael. Nun hoffe ich, dass wir nächstes Jahr um die WM kämpfen.”

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