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Erste Verhandlungsrunde vor Abschluss

Obwohl die Ablöseverhandlungen um den gefährdeten Hochwasserabschnitt in Göfis-Schildried sehr stark emotional behaftet sind, verlaufen die Gespräche laut Wasserwirtschaftsreferent Landesrat Egger "durchwegs sachlich und konstruktiv".

In Vorarlberg steht die erste Verhandlungsrunde zwischen Vertretern des Landes und 17 Hausbesitzern in der Parzelle Schildried in Göfis (Bezirk Feldkirch) über eine Absiedelung vor dem Abschluss. Die Parzelle war in den vergangenen sechs Jahren drei Mal von Hochwasser-Ereignissen betroffen. In der kommenden Woche sollen den Bewohnern des Schildrieds konkrete Angebote zur Ablöse ihrer Gebäude gemacht werden, sagte am Mittwoch der zuständige Vorarlberger Landesrat Dieter Egger (F) der APA.

Im unmittelbaren Hochwasser-Gefahrenbereich stehen 14 Häuser, aber auch drei weitere Hanggebäude sollen abgelöst werden. Grundsätzlich kommt laut Egger nur eine Gesamtlösung in Frage: Eine Absiedelung könne es nur dann geben, wenn sich alle Hausbesitzer dazu bereit erklären. „Wir können mit dem vorhandenen Geld entweder die Bewohner für ihre Häuser entschädigen oder den Hochwasserschutz erhöhen. Teils so, teils anders ist nicht möglich“, sagte der Landesrat. Betroffen sind insgesamt rund 50 Bewohner von Schildried.

Das Basis-Angebot des Landes steht bei 80 Prozent des Zeitwerts. In den meisten Fällen werde das aber nicht ausreichen, räumte Egger ein. Er betonte, dass jeder Hausbesitzer ein seiner Situation entsprechendes Offert erhalten werde. „Wir bemühen uns sehr, auf jeden einzelnen Fall einzugehen. Wir wollen den Betroffenen eine faire Existenzgrundlage für die Zukunft bieten“, sagte Egger. Im Moment sehe es nicht danach aus, „als ob es an den Finanzen scheitert“. 60 Prozent der Ablösekosten trägt der Bund.

Die Häuser in der Göfner Parzelle Schildried wurden erst nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut. Bei der jüngsten Hochwasserkatastrophe Ende August standen sie zum Teil bis zum ersten Stockwerk im Wasser. Neben der Ill machen auch Hangwässer, das Grundwasser sowie der Schildriedbach, der bei Hochwasser rückstaut, das Gebiet zu einer sehr hochwassergefährdeten Gegend. „Heute würde das Gebiet in die Rote Zone fallen“, sagte Egger.

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