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Erste Krankheiten im Tsunami-Gebiet

Nach dem verheerenden Tsunami im Südpazifik breiten sich erste Krankheiten im Katastrophengebiet aus. Auf den Salomonen-Inseln litten mehrere Kinder in Notunterkünften an Durchfall.

Das erklärte das Rote Kreuz am Mittwoch. Vor allem frisches Trinkwasser werde benötigt, sagte Sprecherin Nancy Jolo. Hilfsgüter konnten zunächst nur mit Hubschraubern oder Booten in die Region gebracht werden, weil der Flughafen der Stadt Gizo immer noch geschlossen war.

Nach offiziellen Angaben haben rund 5.600 Menschen auf den Inseln ihre Wohnung verloren. Die tatsächliche Zahl könne aber deutlich höher liegen, erklärte das Büro von Ministerpräsident Manasseh Sogavare. Berichten zufolge wurden unter einem Erdrutsch auf der Insel Simbo sechs Menschen begraben, die Zahl der Toten würde damit auf 34 steigen.

In Gizo traf am Dienstag nach zehnstündiger Fahrt ein erstes Polizeiboot mit Hilfsgütern ein. Drei weitere Boote sollten am (heutigen) Mittwoch von der Hauptstadt Honiara aus Richtung Munda starten, wie Regierungssprecher Alfred Maesulia der Nachrichtenagentur AP sagte. Die Stadt werde als provisorisches Koordinationszentrum genutzt. Behördenangaben zufolge sollte der Flughafen von Gizo noch am Mittwoch wieder geöffnet werden. Hilfe hatten unter anderem Australien, Neuseeland, die USA und die Vereinten Nationen angeboten.

In Australien und Neuseeland seien zwei mobile Krankenhäuser angefragt worden, sagte Fred Fakarii vom nationalen Katastrophenmanagement. Die Kliniken in Gizo und Munda seien vollständig zerstört worden.

Mehr als zwei Dutzend Nachbeben erschütterten die Region bis zum Dienstagabend, darunter zwei der Stärke 6,2. Das Seebeben, das am Montag den Tsunami auslöste, hatte eine Stärke von 8,1. Sein Epizentrum lag etwa 40 Kilometer von Gizo entfernt. Die bis zu fünf Meter hohen Flutwellen machten ganze Siedlungen dem Erdboden gleich.

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