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Erste AstraZeneca-Impfungen in Vorarlberg verabreicht

Auch Brigitte Carugati ließ sich am Freitag mit dem AstraZeneca-Impfstoff geimpft.
Auch Brigitte Carugati ließ sich am Freitag mit dem AstraZeneca-Impfstoff geimpft. ©VOL.AT
Seit Freitagmorgen wird der AstraZeneca-Impfstoff auch in Vorarlberg verimpft.
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In der Impfstraße in der Messe Dornbirn wurde am Freitagmorgen erstmals der Impfstoff von AstraZeneca verimpft. Um kurz vor 10 Uhr erhielt auch Brigitte Carugati, Einsatzleiterin des Mobilen Hilfsdiensts in Bürs, die erste Teilimpfung. Nach Rücksprache mit ihrem Arzt hat sie sich dazu entschieden den Impftermin warhzunehmen, auch wenn das Image des Impfstoffs angeschlagen ist - mehrere Vorarlberger haben die Impfung deshalb abgesagt.

Vor allem die Wirksamkeit wird infrage gestellt und das, obwohl Experten sich bereits für das Mittel von AstraZeneca ausgesprochen haben. "Ein bisschen Schutz ist immer noch besser als gar keiner", sagt Carugati gegenüber VOL.AT.

Zweite Impfung in 12 Wochen

Nach der Anmeldung ging es direkt zur Impfstation nach Dornbirn, in wenigen Minuten war alles erledigt. Nach etwa 20 Minuten im Wartebereich - um sicherzugehen, dass die Impfung auch gut vertragen wurde - kann das Impfzentrum wieder verlassen werden. Die zweite Teilimpfung wird dann in zwölf Wochen verabreicht. "Hätte ich diese Impfung nicht genommen, weiß ich nicht, wann ich wieder einen Termin bekommen hätte", so Brigitte Carugati. Man wisse ja ohnehin nicht, wie sich die ganze Situation mit den Mutationen entwickle.

Pharmakologe Zeitlinger über Impfstoff-Nebenwirkungen:

Markus Zeitlinger, Vorstand der Pharmakologie an der MedUni Wien, spricht im Interview über die Nebenwirkungen der Impfstoffe gegen das Coronavirus.

Schützt gegen schwere Erkrankung

Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca ist Darstellungen entgegengetreten, sein Impfstoff gegen das Coronavirus habe nur eine geringe Wirksamkeit. Das Vakzin schütze "tatsächlich zu mehr oder weniger 100 Prozent vor den schweren Verläufen der Erkrankung", sagte Klaus Hinterding, Vizepräsident bei AstraZeneca Deutschland, im rbb-Inforadio. Das habe man in den klinischen Studien sehr deutlich nachgewiesen.

Der Impfstoff stößt auf Vorbehalte, weil seine Wirksamkeit beim Schutz vor einer Corona-Infektion mit rund 70 Prozent angegeben wird, diejenige der Produkte von Biontech/Pfizer und Moderna dagegen mit deutlich über 90 Prozent. "Was oft verwirrend wirkt, ist der Unterschied zwischen dem Schutz vor schweren Verläufen und dem Schutz vor einer Ansteckung", sagte dazu Hinterding. Dies hänge jedoch auch davon ab, was genau in den Studien untersucht wurde.

"Sicher und auch effektiv"

"Das wichtigste ist, jeder Impfstoff schützt besser als gar keine Impfung. Das schlechteste, was man tun kann, ist tatsächlich, sich gar nicht impfen zu lassen", sagte der Unternehmensvertreter. Das Produkt von AstraZeneca sei "sicher und auch effektiv".

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(VOL.AT)

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