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Ersparnisse: Knapp ein Viertel der Haushalte haben kein Finanzpolster

In Wien hat bereits jeder Fünfte all seine Ersparnisse aufgebraucht.
In Wien hat bereits jeder Fünfte all seine Ersparnisse aufgebraucht. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Bei den Ersparnissen gibt es deutliche Unterschiede zwischen Geschlechtern oder Wohnort. So haben etwa Frauen weniger Reserven als Männer, in Wien kann jeder Fünfte kein Finanzpolster aufweisen.

Während 31 Prozent der Frauen keinen Notgroschen parat haben, sind es bei den Männern nur 17 Prozent. Insgesamt hat knapp ein Viertel (24 Prozent) der heimischen Haushalte kein Geld auf der hohen Kante liegen, geht aus einer Umfrage der Bank ING-Diba (ING International Survey) hervor.

Regional betrachtet, können 22 Prozent der Wiener Haushalte auf keinen Finanzpolster zurückgreifen, im Burgenland hingegen sind es 38 Prozent. Dort fühlt sich jeder Zweite “mit der Höhe der Ersparnisse nicht wohl”, so die Erhebung am Mittwoch. Burgenländer und Kärntner hätten auch besonders mit finanziellen Engpässen zu kämpfen.

Knapp jeder Fünfte kommt kaum über die Runden

Österreichweit kommen 18 Prozent der Befragten mit ihrem Geld kaum oder gar nicht über die Runden. 63 Prozent der Haushalte können ihre Lebenshaltungskosten immer decken, vor allem bei den Steirern (68 Prozent) sei “immer genug zum Leben da”, meint die ING-Diba. In Kärnten gaben das nur 53 Prozent der Haushalte an.

Drei Monatsgehälter als Polster ratsam

Bei 43 Prozent der Befragten beläuft sich der Finanzpolster auf ein bis sechs Monatsgehälter, 17 Prozent haben sogar mehr als ein Jahresgehalt im Sparschwein. Um für überraschende Ausgaben gewappnet zu sein, sollte man “um die drei Nettomonatseinkommen” kurzfristig zur Verfügung haben, rät die Bank.

Im Durchschnitt der befragten Länder haben 25 Prozent der Haushalte keine Ersparnisse, nur 54 Prozent können ihre Ausgaben immer decken. Die Umfrage wurde in 13 europäischen Ländern (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Spanien, Türkei, Tschechien) durchgeführt. In Österreich wurden 1.000 Menschen zu ihrem Einkommen und Auskommen befragt.

(APA/red)

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