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Ernst Fehr ist einflussreichster Ökonom im deutschsprachigen Raum

Ökonom Ernst Fehr
Ökonom Ernst Fehr ©APA
Der an der Uni Zürich lehrende und forschende gebürtige Vorarlberger Verhaltensökonom Ernst Fehr konnte zum dritten Mal in Folge das Ökonomenranking von "Presse", "Neue Zürcher Zeitung" und "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in Österreich für sich entscheiden.

Fehr liegt auch im Schweizer Ranking an der Spitze, in Deutschland konnte er ifo-Chef Clemens Fuest vom ersten Platz verdrängen.

Fehr führt die Österreich-Rangliste vor Wifo-Chef Christoph Badelt und Wifo-Expertin Margit Schratzenstaller an. Mit Schratzenstaller ist erstmals eine Frau unter die Top-Drei der einflussreichsten österreichischen Ökonomen vorgestoßen. Sie hat IHS-Chef Paul Kocher auf den vierten Platz verdrängt, berichtet die “Presse” (Samstag-Ausgabe).

Zu den weiteren einflussreichen Ökonomen in Österreich zählen laut dem Ranking Stephan Schulmeister (Wifo), Tobias Thomas (Eco Austria), Bernhard Felderer (Economica Institut), Friedrich Schneider (Uni Linz), Christian Helmenstein (Economica Institut, IV) und Helmut Hofer (IHS).

In der “Forschung” an die Wand gespielt

Fehr habe seine Mitbewerber erneut durch seine Stärke in der Säule “Forschung” an die Wand gespielt, so die “Presse”. Und das nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland und in der Schweiz. Mit rund 15.000 Forschungszitaten sei und bleibe der Verhaltensökonom eine Klasse für sich.

Die drei Zeitungen haben bereits das fünfte Mal gemeinsam erhoben, wer die einflussreichsten Ökonomen ihres Landes sind. Neben der Forschungstätigkeit wird dabei der Einfluss in der Öffentlichkeit anhand der Medienpräsenz gemessen. Drittes Kriterium ist ihr Einfluss auf die Politik, der anhand einer Umfrage unter Politikern und Spitzenbeamten gemessen wird. Fehr hat vor allem im Bereich Forschung gepunktet, Badelt im Bereich Medien und Schratzenstaller im Bereich Politik.

Im deutschen Ranking folgen – hinter Fehr und Fuest – Marcel Fratscher (DIW), Hans-Werner Sinn (ehemals ifo), Bruno Frey (Crema Zürich), Christoph Schmidt (RWI), Gabriel Felbermayr (ifo), Peter Bofinger (Uni Würzburg), Michael Hüter (IW Köln) und Lars Feld (Walter-Eucken-Institut) auf den Plätzen.

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