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Erneut drei TBC-Fälle in Vorarlberg bestätigt

Schlechte Nachrichten für Alpbauern: Zwei infizierte Hirsche im Kloster- und Silbertal erlegt, ein Rind bei Nachuntersuchung positiv.
Schlechte Nachrichten für Alpbauern: Zwei infizierte Hirsche im Kloster- und Silbertal erlegt, ein Rind bei Nachuntersuchung positiv. ©Ludwig Berchtold (Themenbild)
Schwarzach. Keine guten Nachrichten für Alpbauern: Mit dem Start in die Weidesaison sind im Vorarlberger Kloster- und Silbertal zwei Hirsche erlegt worden, die an TBC erkrankt waren.


Außerdem sei bei erneuten Untersuchungen in einem gesperrten Betrieb ein Rind positiv auf TBC getestet worden, bestätigte der Vorarlberger Landesveterinär Norbert Greber am Samstag einen Bericht der “Vorarlberger Nachrichten”.

Weitere Ansteckungen unklar

Bei den Hirschen habe man eitrige Lymphknoten und Organveränderungen festgestellt, der Schnelltest habe den TBC-Verdacht bestätigt, hieß es weiter. Sicher sei auch, dass die beiden Tiere den Erreger bereits in der Umgebung ausgeschieden hätten. Größtes Problem: Man wisse nicht, wo sich die Tiere in den vergangenen Wochen aufgehalten haben. Deshalb könne man auch keine entsprechenden Maßnahmen ergreifen, erklärte Greber. Unklar sei auch, ob die beiden kranken Hirsche bereits anderes Rotwild angesteckt haben – etwa an Fütterungsstellen.

Entwarnung bei sieben gesperrten Betrieben

Eine drastische Reduzierung des Rotwildes, das als Überträger der Tierseuche gilt, in den betroffenen Gebieten hält der Landesveterinär nach wie vor für richtig. Im Herbst müsse man dann wieder konsequent die Rinderbestände untersuchen. Bei sieben gesperrten Betrieben gebe es Entwarnung, so Greber. In einem habe allerdings ein Rind den TBC-Erreger getragen, habe eine Nachuntersuchung ergeben.

Ein Bauernhof, der Vieh mit einer TBC-Infektion besitzt, bleibt solange gesperrt, bis zwei im Abstand von jeweils acht Wochen durchgeführte Tests an den Tieren ein negatives Ergebnis liefern. Konkret bedeutet das, dass in dieser Zeit Tiere weder an- noch verkauft werden dürfen. Eine Schlachtung ist mit Erlaubnis des Amtstierarztes jedoch möglich.

Kampf gegen TBC dauert an

Vorarlberg kämpft seit längerem mit großem Kontrollaufwand gegen die anzeigepflichtige Tierseuche. Um die Ansteckungsgefahr durch Wildtiere auf den Almen zu minimieren, hat das Land zudem die Abschussquoten bei Rotwild erhöht. Zuletzt mussten im Februar 2013 zwei Höfe im Silbertal wegen Rinder-TBC gesperrt werden. Probleme bereitet die Situation auch den Almbesitzern, da Schweizer und Liechtensteiner Behörden die dortigen Bauern wegen der Rinder-TBC dazu anhielten, ihre Tiere nicht mehr in Vorarlberg zu sömmern.

(APA)

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