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Ermittlungen zum Motiv nach Bluttat in der Schweiz

Polizei geht vorerst von Beziehungsdelikt aus
Polizei geht vorerst von Beziehungsdelikt aus
Nach einer Bluttat mit fünf Toten in der Schweiz sind zu Wochenbeginn die Ermittlungen zum Motiv weitergegangen. Für die Polizei stand ein Beziehungsdelikt im Vordergrund. Zu Medienberichten, wonach ein Erbschaftsstreit ein möglicher Grund für die Tat gewesen sein könnte, nahmen die Behörden am Montag keine Stellung.
Bilder: Tatort im Schweizer Aargau
Fünf Tote bei Bluttat in der Schweiz

Ein 36-Jähriger aus dem Kanton Schwyz hatte am Samstagabend in einer ruhigen Wohngegend in Würenlingen (Aargau) seinen Schwiegervater, seine Schwiegermutter und seinen Schwager mit mehreren Schüssen getötet. Nach Verlassen des Tatorts sei ihm ein Nachbar begegnet, dieser wurde vor seinem Haus erschossen. Dann beging der Mann Selbstmord. Für die bei der Tat verwendete Faustfeuerwaffe hatte er keine Erlaubnis. Der Schweizer war der Polizei wegen verschiedener Delikte bekannt gewesen.

Großaufgebot der Polizei mit Spezialeinheit

Die Polizei war in der Nacht zum Sonntag mit einem Großaufgebot, darunter auch einer schwer bewaffneten Spezialeinheit, in der 4000-Einwohner-Gemeinde im Einsatz. Anwohner hatten gegen 23 Uhr am Samstagabend Schüsse gehört und die Behörden alarmiert. Da bald festgestanden habe, dass sich der Einzeltäter umgebracht habe, hätten die Behörden “eine weitere Gefährdungslage ausschließen können, insbesondere auch einen terroristischen Hintergrund”, sagte Polizeisprecher Michael Leupold.

Täter war bereits vorbestraft

Der Täter war wegen Körperverletzung und wegen Drohung vorbestraft. Heuer ordneten die Schwyzer Behörden eine “fürsorgerische Unterbringung” an. Am 2. April führte die Polizei bei dem Mann eine Hausdurchsuchung durch. Waffen wurden nicht gefunden. Der 36-Jährige war verheiratet und Vater von drei Kindern. Er lebte getrennt von seiner Frau und den Kindern.

(APA)

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