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Ermittlungen nach Massenpanik in Peking

Nach einer Massenpanik in einem überfüllten Park in Peking, bei der am Donnerstagabend 37 Menschen ums Leben gekommen sind, haben die Behörden am Freitag Untersuchungen aufgenommen.

Hunderte von Menschen standen auf einer schmalen Stahlbrücke, als einer der Besucher fiel, eine Kettenreaktion auslöste und Panik entstand. Viele Opfer wurden niedergetrampelt und erstickten. Mindestens 15 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Regierungschef Wen Jiabao äußerte seine Bestürzung und ordnete umgehend Ermittlungen an. Das Unglück passierte im Mihong Park in dem nordöstlichen Vorort Miyun.

Eine große Menschenmenge hatte mit einer Laternenschau und einem Feuerwerk das Laternenfest am letzten Tag des Neujahresfestes begangen. Die Feiern schließen traditionell das größte chinesische Familienfest nach 15 Tagen ab.

Vorwürfe von Angehörigen

Mittlerweile haben Angehörige und Augenzeugen heftige Vorwürfe erhoben. Zu viele Menschen hätten bei der Laternenschau am Donnerstag in dem Park im Vorort Miyun den schmalen Übergang über einen Kanal betreten dürfen. Unter den Opfern seien viele Frauen und Kinder gewesen. Die Angehörigen beklagten auch, dass nach dem Unglück nicht genügend medizinische Hilfe geleistet worden sei, wodurch Verletzte noch am Unfallort gestorben seien.

Vier Tote bei anderem Fest

Bei einem weiteren Unglück während der landesweiten Laternenfeiern zum Abschluss des zweiwöchigen chinesischen Neujahrsfestes kamen in Chaoyang in der Provinz Liaoning in Nordostchina vier Menschen ums Leben. Fast 30 weitere wurden verletzt, als ein landwirtschaftliches Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von 50 Folkloretänzern raste, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Der Fahrer wurde festgenommen.

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