Erleichterung bei "Beach"-Grenzfällen

Aufatmen im heimischen Beach-Volleyball-Lager: Alle vier mit internationalen Quotenplätzen ausge­statteten ÖVV-Paare sind am Montag für die Olympischen Spiele in Peking nominiert worden.

Die “Beacher” waren mit Schwimm-Star Markus Rogan noch vor der offiziellen Bekanntgabe der ÖOC-Mannschaft durch das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) die ersten ÖOC-Athleten bei der Einkleidung im Hotel Vienna Hilton.

Florian Gosch/Alexander Horst sowie Sara Montagnolli/Sabine Swoboda erfuhren vom positiven Entscheid schon am Sonntagabend, hatten davor aber wegen fehlender ÖOC-Normen um die Nominierung gebangt. “Super. Das ist ein Traum der in Erfüllung geht”, meinte Swoboda erleichtert. Montagnolli war sich der Sache wie ihre Partnerin nicht sicher gewesen. “Man hat ja doch gewusst, es gibt Härtefälle, die nicht mitfahren. Jetzt bin ich aber echt glücklich.”

In der gleichen ungewissen Ausgangslage waren Gosch/Horst, nun haben sie es in ihrer erst zweiten gemeinsamen Saison zu den Spielen geschafft. “Das war unser Ziel, dass es so schnell funktioniert”, erklärte Horst, während er die sechs Stationen umfassende Einkleidungszeremonie durchlief. “Jetzt bin ich aber natürlich schon sehr aufgeregt.” Gosch war immer auf Olympia eingestellt, gab dann aber zu: “Der Sonntag war jetzt schon nervenaufreibend.”

Alle aus dem Quartett waren freilich stets überzeugt gewesen, dass die Erringung eines von je Geschlecht nur 24 internationalen Quotenplätzen ein gutes Argument für eine Peking-Entsendung ist. Gosch: “Ich denke, wir haben es verdient. Und ich weiß, bei Olympia ist für uns auch viel möglich.” Außer Frage stand die Nominierung der mit allen Normen ausgestatteten Teams Clemens Doppler/Peter Gartmayer sowie Doris und Stefanie Schwaiger.

ÖVV-Präsident Peter Kleinmann wurde von der APA – Austria Presse Agentur im Urlaub in Thailand telefonisch erreicht, der Verbandschef war hinsichtlich der Entsendung von vier Paaren hoch erfreut. “Ich möchte mich beim ÖOC für diese sportliche Entscheidung bedanken. Unsere Teams werden in Peking sicher gute Leistungen bringen, bei Olympia ist immer alles möglich.”

Mit acht Athleten stellt der Volleyball-Verband das drittgrößte österreichische Aufgebot nach den Schwimmern und Seglern. Bisher waren im Beach-Volleyball im Jahr 2000 in Sydney Nik Berger/Oliver Stamm sowie 2004 in Athen Berger/Gosch und Robert Nowotny/Gartmayer dabei. Erstmals haben es also auch ÖVV-Damen-Equipen zu den Spielen geschafft. Das Verbandsziel für 2012 bzw. 2016 ist die Entsendung eines Hallen-Herren-Teams.

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