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Erhöhter Erfolgsdruck auf Julian Knowle

Das österreichische Tennis ist mit einem ATP-Tur­niersieger 2007 bei den Austrian Open in Kitzbühel vertreten, wenn auch nur im Doppel. Julian Knowle spielt mit seinem neuen Partner aus Schweden.

Doch die Titel von Julian Knowle in Pörtschach, Halle und Baastad sind bemerkenswert genug, entspringen sie doch einer nur drei Monate alten Partnerschaft mit dem Schweden Simon Aspelin. Ein Turniersieg pro Monat ist keine schlechte Ausbeute und eröffnet eine nicht erwartete Chance auf die Masters-Cup-Teilnahme.

Im Race fehlen dem Duo nur noch zwei Plätze, um in das elitäre Achter-Feld für den Saisonabschluss im November zu kommen. „In drei Monaten von Null auf Platz 10 zu kommen und drei Turniere zu gewinnen, das spricht für sich“, meinte Knowle, und das sah nach Wimbledon auch Aspelin so. Denn bis dahin war ihre Partnerschaft vereinbart gewesen, die Ver- längerung bis Jahresende war dann nur noch Formsache.

„Natürlich ist das Masters unsere Zielsetzung“, erklärte Knowle. „Ich würde lügen, wenn ich sage, dass das kein Thema ist.“ Bisher ist es für die aktuellen Nummern 15 (Knowle) und 19 (Aspelin) tatsächlich blendend gelaufen, acht Turnier-Antreten haben neben den drei Titeln Masters-Series-Semifinali in Monte Carlo und Hamburg gebracht, was besonders Punkte bringt. Nur in Stuttgart und bei den Majors in Paris und Wimbledon lief es nicht nach Wunsch.

„Die Grand Slams könnten uns am Ende das Kreuz brechen“, meinte Knowle, „da haben wir Punkte liegen gelassen.“ Bei den French Open hatte es immerhin zum Achtelfinale gereicht, in Wimbledon war aber schon in Runde eins Endstation. Knowle: „Das war gerade nach unserem Turniersieg in Halle eine große Enttäuschung.“

Allerdings stehen Knowle/ Aspelin bei jedem Turnier unter besonderem Erfolgsdruck, um überhaupt auf die für den Masters Cup zählbaren 14 Ergebnisse zu kommen. Diese Situation entstand dadurch, dass sich Jürgen Melzer als Knowles vorheriger Partner im April gegen weitere Doppel-Antreten entschieden hatte. Könnte Knowle die heuer mit Melzer errungenen Punkte zu jenen mit Aspelin erzielten hinzuzählen, wäre er im Masters-Cup-Race schon auf Rang sechs.

Kein Honiglecken

„Jetzt dürfen wir uns aber wenig bis keinen Ausrutscher leisten“, erläuterte Knowle. „Und wenn wir ohne Erholungspausen voll weiterspielen, kann es sein, dass wir dann einmal in ein komplettes Loch fallen.“ Als ungünstig sieht der 33-Jährige auch an, dass der Wimbledon-Sieg an Arnaud Clement/Michael Llodra ging. Die Franzosen haben damit ihren Fix-Platz beim Masters Cup sicher, obwohl sie sonst kein absolutes Top-Paar sind.

In Kitzbühel sind Knowle/Aspelin topgesetzt, aber schon die Auftakt-Hürde gegen Oliver Marach/Alexander Peya schätzt Knowle als kein Honiglecken ein. „Eine schwierige Partie, besonders auf Sand in der Höhenlage.“ Zudem befinden sich die Titelverteidiger Philipp Kohlschreiber/Stefan Koubek (GER/AUT) oben im Raster.

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