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Erfolgsmodelle der Hypo Equity

Das Kreditvergabe-Reglement Basel II sei eine "echte Bedrohung der Klein- und Mittelunternehmen". Es entstehe ein riesiges Zinsenkartell, Rating-Richtlinien würden den Wettbewerb der Banken ausschalten. Download [PPT 2,27 MB]

Abhilfe verspreche nur eine hoch entwickelte private-equity-Kultur.

Diese Überzeugung formulierte am Donnerstag auf einer Veranstaltung der Hypo Equity AG, der Beteiligungskapitalgesellschaft der Hypo, im Dornbirner „Martinspark“ Gastreferent Dr. Josef Taus, dessen Management Trust Holding AG sich u. a. bei „Libro neu“ in Österreich und der bulgarischen Mobiltel im Ausland engagiert. So wenig er, Taus, gegen ausländische Investoren grundsätzlich einzuwenden habe, so sehr brauche es im Land die Bewusstmachung, dass „Wahrnehmung von Unternehmensinteressen nur über das Eigentum an Unternehmen geschieht“. Im Gespräch im Vorfeld des Hypo-Events kritisierte Taus, dass die EU die in Europa „in Fleisch und Blut übergegangene“ Finanzierung mittels Krediten jetzt in Richtung angloamerikanische Systeme (mit Share-Holder-Betonung) umdrehen wolle. Spätestens hier schlage die Stunde der private equity-Gesellschaften, welche Unternehmen – StartUps wie etablierten – mit Geld (auf vereinbarte Zeit oder bis Zielerreichung) zur Seite stehen, ohne den Eigentümern die Dispositionsmöglichkeit über die Firma zu nehmen.

Den Durchbruch, so Taus und Pöttinger unisono, wird private equity aber „nur schaffen, wenn Unternehmer, die sich so Liquidität holen, nicht als ,pleite’ abgestempelt werden, und wenn potenzielle (private) Investoren ihr Kapital im Inland Nutzen stiften lassen, statt in ausländische Fonds oder Aktien zu stecken“.

Hier harrt in Österreich wohl noch Schwerarbeit. Bei der Modernisierung des Steuerrechts, das „noch im Dritten Reich wurzelt“ (Taus), bei vielen anderen wirtschafts-/gesellschaftspolitisch „zementierten“ Spielregeln. Konkreter Vorschlag von Taus: Schaffung eines neuen Aktien-Typs, der in einer Variante Eigentum an Dispositions- und Ertragsmacht, in einer anderen Variante nur an der Ertragsmacht sichert. Als Ausgleich könnte, im Gegensatz zur Vorzugsaktie, eine fixe Verzinsung locken. Heute sind in Österreich 150 Mill. Euro in private equity-Fonds investiert. 2 bis 3 Mrd. Euro ließen sich „locker“ platzieren, so Taus und Pöttinger am Donnerstag.

Kennzahlen über das Kapitalbereitstellungsunternehmen, Facts zum österreichischen und europäischen Markt, Darstellung der Engagements der Hypo Equity und Übersicht über ihre aufrechten Beteiligungs-Investments zum Hypo-EquityDownload [PPT 2,27 MB]

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