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Erfolgshunger ist noch gestiegen

Nach der erfolgreichsten Saison in der Vereinsgeschichte scheint der Erfolgshunger bei den BSC Dornbirn Sharx noch lange nicht gestillt. Nach Bronze wollen die "Haie" bei der Europacup-Endrunde Silber oder Gold.

Drei Mal in Serie Meister in der Austrian Softball League (ASL) und der dritte Platz im Europacup der Meister, der Champions- League des europäischen Softballsportes, haben den Ehrgeiz bei Manager Michael Schmidt noch einmal gesteigert. Der Grunddurchgang in der ASL soll lediglich ein Warmup für die ganz großen Ziele sein. Neben einer Spitzenplatzierung in der neu gegründeten Euroliga mit Teams aus Deutschland (Freising und Mannheim), Schweden (Stockholm), England (London), Tschechien (Prag) und Italien (Mailand) richtet sich der Fokus auf den Mitte August in Macerata/Ita stattfindende Endrunde im Europacup. “Nach Bronze im Vorjahr soll es diesmal Silber oder Gold für das Ländle-Team geben”, so Manager Schmidt.

Aus diesem Grund wurde der Kader noch einmal aufgestockt. Die Abgänge von Nicole Bohnenstiehl und Adriana Garcia soll die Neuzugänge Joanna Gail, Ashley Boek, Kristina Rivera, Kelsey Mack kompensieren. Dazu konnte Teamspielerin Birgit Pirschinger in die Messestadt gelockt werden. Besonders von Rivera und Boek erwartet sich Schmidt einiges. “Kristin ist derzeit die beste Catcherin in Amerika und Ashley ist eine Pitcherin der Sonderklasse. Beide hatten Angebote aus der amerikanischen Profiliga.” Neue Dompteuse der “Haie” ist Elizabeth Burris. Die 26-jährige US-Amerikanerin löst Shirley Kowalski ab, die aus privaten Gründen nach drei erfolgreichen Jahren in ihre Heimat zurückgekehrt ist. Die 61-jährige Kanadierin wird bei der Europacup-Endrunde als Assistentin dabei sein.

Neben dem Einbau von Nachwuchsspielerinnen, die in der 2. Bundesliga Erfahrung sammeln und teilweise auch in der ASL zum Einsatz kommen sollen, erhofft man sich auch in der Platzfrage einen Fortschritt. “Trotz großer Erfolge spielen wir seit 14 Jahren auf einem provisorischen Hartplatz. Nun wäre es an der Zeit, dass wir eine eigene Heimstätte bekommen”, so Schmidt.

Indians sind die letzten Mohikaner
Drei Mal in den letzten sechs Jahren ging der Meisterpokal in der Austrian Baseball League (ABL) nach Vorarlberg. Doch während die BSC Dornbirn Indians, 1999 und 2003 Cupholder, auch heuer wieder auf Titeljagd gehen, haben sich die Hard Bulls, Meister 2001, aus der Liga zurückgezogen. Indians-Manager Stefan Intemann bedauert dies sehr: “Wenn zwei Teams in einer Region dabei sind, ist dies immer von Vorteil. Derbys sind nicht nur für die Spieler, sondern auch für die Fans und Medien eine interssante Sache”, so Intemann. Trotz der fehlenden regionalen Konkurrenz hat man sich bei den Messestädtern ehrgeizige Ziele gesetzt. “Das Erreichen des Halbfinales ist das primäre Ziel. Was dann möglich ist, wird sich zeigen”, so der Manager, der trotz seiner 33 Jahre dem Verein auch als Spieler zu Verfügung stehen wird.

Der neue Headcoach, James Sinclair, ist kein unbekannter Mann in Dornbirn. Der Kanadier war bereits bis 2003 vier Saisonen als Assistantcoach bei den Indians. Ihm zur Seite steht Luke Krahe. Der 27-jährige Australier spielte zuletzt bei einem Collegeteam in den USA und soll das Team auf dem Feld führen. “Er ist ein absoluter Topmann und ein Vorbild für die jungen Spieler”, so Intemann. Apropos junge Spieler – um die Talente an die Anforderungen der ABL heranzuführen, wurde eine Spielgemeinschaft mit den Feldkirch Cardinals gegründet. “So haben die jungen Spieler die Möglichkeit, sich in der Regionalliga für weitere Aufgaben zu empfehlen”, so Intemann.

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