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"Erfolg ist niemals ein Zufall"

Philipp Netzer und Freundin Ines Dizdarevic im Sonntags-Talk mit Wann & Wo.
Philipp Netzer und Freundin Ines Dizdarevic im Sonntags-Talk mit Wann & Wo. ©MiK
SCRA-Kapitän Philipp Netzer mit Freundin Ines im Sonntags-Talk über Fußball, Entspannung und gemeinsame Zeit.

WANN & WO: Wie verbringst du die trainingsfreie Zeit?

Philipp Netzer: Während der Saison ist es immer schwierig, Biken zu gehen  oder mal am See zu liegen. Jetzt mal frei zu haben und gemeinsam mit Ines Sachen machen zu können, ist schön. Sie hat am Wochenende frei, ich habe dann Match – jedes zweite auch noch auswärts. Jetzt genießen wir es, auch mal gemeinsam frühstücken zu können. Besonders freuen wir uns jetzt auf eine Woche Urlaub auf der griechischen Insel Mykonos.

WANN & WO: Mit welchen Gefühlen blickst du auf die Saison zurück?

Philipp Netzer: Es war eine schwierige, neue Situation, die der Verein und die Mannschaft so noch nicht kannten. Nach der Saison 2015/16, in der wir auch mit dem Abstieg zu tun hatten, so in die neue zu starten, war unglaublich. Das andere Gesicht haben wir im Frühjahr gezeigt und uns selbst viel kaputt gemacht. Darüber bin ich sehr enttäuscht. Man macht sich viele Gedanken – vor allem in der Position, die ich in der Mannschaft einnehme. Wir können aber viel Positives mitnehmen und daraus lernen. Das war für jeden Spieler eine wichtige Erfahrung. Grundsätzlich war es ja keine schlechte Saison. Ich halte den vierten Platz für verdient und ich finde, dass Altach darauf stolz sein kann. Einen dritten und einen vierten Platz in drei Jahren hätte uns 2014 kaum jemand zugetraut.

WANN & WO: Trauerst du der Winterkrone nach?

Philipp Netzer: Besonders schade finde ich es für unsere jungen Spieler, die eine große Chance gehabt hätten, sich in die Auslage zu spielen. Was wir daraus gemacht haben, ist leider enttäuschend. Mit dem ersten Platz im Winter umzugehen, war für alle nicht einfach. Uns war aber klar, dass mit der Winterkrone einiges auf uns zukommt. Wir haben versucht, uns bestmöglich darauf einzustellen, was aber leider nicht funktioniert hat. Die Erwartungshaltung wird auch eine andere. Auf einmal ist man nicht mehr zufrieden mit einem Unentschieden gegen eine Mannschaft, die eigentlich mehr Möglichkeiten hat, als wir selbst. Im Herbst haben wir über unserem Leistungsniveau gespielt. Im Frühling haben wir die engen Spiele, die wir im Herbst noch gewonnen haben, dann verloren. Erfolg ist aber niemals Zufall – Misserfolg auch nicht.

WANN & WO: Ines, wie geht es dir bei so engen Spielen?

Ines Dizdarevic: Natürlich bin ich immer sehr aufgeregt – bei den Heimspielen bin ich meistens dabei und drücke die Daumen. Wenn Philipp grob gefoult wird und etwas länger liegen bleibt, ist das schon ein ungutes Gefühl. Zum Glück war noch nichts Schlimmeres dabei, als ich auf einem Spiel war. Richtig emotional oder laut werde ich aber nicht. Ich bin da etwas gelassener.

WANN & WO: Bist du Fußballfan?

Ines Dizdarevic: Naja, Fan… Fußball interessiert mich, ich war auch davor immer wieder mal auf einem Spiel. Ich bin nicht ständig auf Matches, aber Großveranstaltungen wie EM oder WM machen mir großen Spaß. Wir waren aber auch in Lochau schon auf einem Match.

WANN & WO: Was sagst du zur Wahl ins Team des Jahres?

Philipp Netzer: Das kann nur klappen, wenn das ganze Team erfolgreich ist. Persönlich macht es mich stolz, dass ich für diese Wahl in Betracht gezogen wurde, weil hier Sportjournalisten wählen und die sind ja vom Fach – auch wenn Thorsten Fink das anders sieht (lacht).

WANN & WO: Wie geht man mit Verletzungen im Team um?

Philipp Netzer: Bei schlimmen Verletzungen ist das schwierig. Ich habe das selbst erlebt, als ich gegen Sturm Graz auswärts bei einem blöden Schritt weggerutscht bin und ein richtiges Knacken im Knie gehört habe. Da habe ich fest damit gerechnet, dass es das Kreuzband ist. In der Kabine ging es mir überhaupt nicht gut, es floss auch die eine oder andere Träne. Ich habe mir ausgemalt, was alles sein könnte. Zum Glück hat sich meine Befürchtung nicht bestätigt. Eine Verletzung heißt aber, dass man nicht spielen oder trainieren kann. Da braucht man ein gutes Umfeld, eine Freundin oder Frau, die einen unterstützt und auch ein Stück weit davon ablenkt. Andererseits gehören solche Dinge einfach auch zum Fußball dazu und man muss damit zurecht kommen.

WANN & WO: Was machst du, um Rückschläge zu verarbeiten?

Philipp Netzer: Das Wichtigste ist für mich, darüber zu sprechen. Ein anderer Blickwinkel oder der Zuspruch bauen mich auf. Viel mehr kann man nicht machen, da muss man stark sein – auch in anderen Berufen gibt es Rückschläge.

WANN & WO: Wie läuft es privat?

Philipp Netzer: Sehr gut. Heute sind wir offiziell zusammengezogen. Ich bin froh, dass Ines bei mir ist und wir zusammen in Lochau wohnen. Ich denke, sie fühlt sich hier auch ganz wohl (Ines nickt zustimmend).

WANN & WO: Bei welcher Gelegenheit habt ihr euch kennengelernt?

Ines Dizdarevic: Wir sind uns das eine oder andere Mal zufällig über den Weg gelaufen. Im Fitnessstudio, beim Ausgehen. So kamen wir ins Gespräch und es hat sich entwickelt.

Philipp Netzer: Ja, eigentlich ganz unspektakulär. Mittlerweile geht ja auch viel übers Internet und wir haben uns dann viel geschrieben. Das ist knapp ein Jahr her.

WANN & WO: Machst du dir jetzt – Ü30 – Gedanken, was nach der Profi-Karriere kommen wird?

Philipp Netzer: Ich möchte schon noch ein paar Jahre spielen. So lange der Körper mitmacht – und der fühlt sich momentan ganz gut an – mache ich weiter. Wenn es für beide Seiten passt, würde ich meine Karriere gerne in Altach beenden. Ich kann mir auch vorstellen, im Verein eine Tätigkeit zu übernehmen, vielleicht als Trainer.

WANN & WO: Ihr plant also eure Zukunft in Lochau?

Philipp Netzer: Man weiß nie, was kommt, aber momentan sieht alles danach aus. Ich bin hier aufgewachsen und ohne See oder Pfänder vor der Haustür könnte ich es mir schwer vorstellen.

WANN & WO: Ines, man kennt dich ja auch von Vorarlbergs Laufstegen. Modelst du noch?

Ines Dizdarevic: Weil ich darum auch mal im W&W war, habt ihr mich wohl noch im Kopf. Das mache ich heute noch ab und zu. Hauptberuflich arbeite ich im Büro und da ist das ein willkommener Ausgleich, der mir Spaß macht.

WANN & WO: Was machst du zurEntspannung?

Philipp Netzer: Das hat bei mir viel mit Sport zu tun. Wenn es die Zeit zulässt, gehe ich gerne biken. Auch mit Freunden etwas zu unternehmen, empfinde ich als sehr entspannend. Das Meiste hat mit dem See oder mit dem Berg zu tun.

WANN & WO: Und die Couch im Wohnzimmer?

Philipp Netzer: Die steht nicht nur da (lacht). Wir streamen gerne Serien. Aktuell sind wir bei „Prison Break“, Staffel drei – nichts verraten (lacht)! Am Abend bei einem Gläschen Wein genießen wir das sehr.

WANN & WO: Was erwartest du dir von der Europaleague-Qualifikation?

Philipp Netzer: Dass wir jetzt in der ersten Qualifikationsrunde einsteigen können, ist super! Die ersten beiden Runden können wir auch in Altach spielen. Vor allem unsere Fans haben das verdient. Wenn ein Riesen-Kracher kommt, wird es schwer. Aber Gegner, die nur ein bisschen über uns zu stellen sind, kann man immer schlagen. Das sieht man auch in der Bundesliga.

WANN & WO: Gegen wen würdest du gerne mal spielen?

Philipp Netzer: Richtig lässig wäre ein englisches Team. Diese Stadien, die Fans… das wäre ein Traum. Wenn man sieht, wer da international spielt – da ist jede Mannschaft einfach geil.

Zur Person

Name: Philipp Netzer / Ines Dizdarevic

Beruf: Fußball-Profi, SCR Altach / Bürokauffrau, Model

Geboren: 2. Oktober 1985 in Bregenz / 2. März 1987 in Dornbirn

Wohnort: Lochau

Hobbys: Fußball, Biken, Wandern, Serien / Modeln

Wordrapp

SCRA: Mein Herzensverein

Fußball: Leidenschaft

Vorarlberg: Heimat

Nationalteam: Nicht erreichtes Ziel

Irland – Österreich: 1:0 für Österreich

Familie: Energiequelle

Lieblingsessen: Tafelspitz

Musik: Was aktuell ist

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